Die FMH Schweiz ist ein moralisches und wissenschaftliches Schlammloch!

Started by AribertDeckers, June 05, 2025, 09:47:47 AM

AribertDeckers

5.6.2025
Die FMH Schweiz ist ein moralisches und wissenschaftliches Schlammloch!


Der folgende Artikel des "Tagesanzeiger" glänzt mit Auslassungen. Ich zitiere ihn aus juristischen Gründen vollständig, weil ich nichts aus dem Zusammenhang reißen will.

Zunächst einmal ist festzustellen, daß die Behauptungen eines Ärztevereins, Homöopathie sei wirksam, samt und sonders Unsinn sind, wenn nicht gar faustdicke Lügen. Daß ausgerechnet die Präsidentin eines solchen Vereines "klassische" Homöopathie macht, ist ein Skandal, sowohl für sie als auch, erst recht, für den Verein. 

Die "Quellen", auf die sich die Verteidiger der Homöopathie beziehen, sind seit Jahren widerlegt worden. Sie trotzdem immer wieder als Beweis für eine Wirksamkeit heranzuziehen, betrachte ich als kriminell.

Ferner ist zu beachten, daß Homöopathie einer der Türöffner der Esoteriker- und Pfuscherszene ist. Den Großteil der Einnahmen machen die selbstverständlich NICHT mit Herstellung und Handel homöopathischer Mittel, sondern mit ihrer "Konsultation", ihrer "Behandlung". Der niedrige Preis der homöopathischen Mittel ist eine Ausrede, welche die riesigen Gewinne verstecken soll. Über den Gesamtumsatz schweigen sie.

Allerdings kann man Teile dieser Zahlen hin und wieder in ihrer Reklame finden, so zum Beispiel bei den Heilpraktikern. Der Verein "Freie Heilpraktiker e.V." hat anscheinend 1078 Heilpraktiker und Heilpraktikerinnen. Von diesem Verein werden sage und schreibe angegeben 568 Behandlungsmethoden. Die sind, soweit ersichtlich, allesamt Unfug. Foristen von ALLAXYS-1 haben das unter die Lupe genommen:

"Die 568 Methoden der Heilpraktiker"
https://www.allaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=11295

Rund die Hälfte dieser Heilpraktiker benutzt Homöopathie. Bei den übrigen organisierten und unorganisierten dürfte das im gleichen Rahmen liegen.

Der Umsatz aller Heilpraktiker zusammen in Deutschland scheint nach anderen Angaben rund 1 Milliarde Euro pro Jahr sein. In welchem Verhältnis liegen da die Ausgaben für die homöopathischen Mittel, verglichen mit den Einnahmen???

Die angeblich niedrigen Kosten der homöopathischen Mittel sind eine Täuschung, ein sehr billiges (sic!) Ablenkungsmanöver.


Und die Wirksamkeit? Ist gleich null. Das habe ich ausgiebig untersucht und bewiesen:

"Material über den Betrug Homöopathie"
http://www.journalist.is/folia/index.php?topic=9

Felix Straumann vom Tagesanzeiger schreibt:

[*quote*]
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Die FMH sieht es insbesondere als erwiesen an, dass Homöopathie wirksam ist. Beobachtungsstudien würden zum Schluss kommen, dass «homöopathisch versorgte Patientinnen und Patienten einen vergleichbaren oder besseren Krankheitsverlauf haben als ‹konventionell› behandelte»."
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[*/quote*]

Die angeblichen positiven Studien sind samt und sonders Pfusch, oder werden gefälscht oder die Auswertung wird durch "Metastudien" gefälscht. Ausgerechnet Anthroposophen als Quellen zu benutzen zeugt von mangelhaftem Fachwissen und/oder Beteiligung an den Fälschungen.


Die Mitglieder des Ärztevereins FMH verweisen laut Artikel auf Hamre und den sogenannten "Lehrstuhl für Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin der deutschen Universität Witten/Herdecke":

[*quote*]
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Angeführt wird zudem eine Übersichtsarbeit im Fachblatt «Systematic Reviews». Die Autoren um Harald Hamre vom Lehrstuhl für Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin der deutschen Universität Witten/Herdecke kommen zum Schluss, dass Homöopathie nicht gleich wirke wie Placebos.
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[*/quote*]


Foristen von ALLAXYS-1 haben auch diese Herrschaften unter die Lupe genommen:

"H.J.Hamre,A.Glockmann,K.von Ammon,D.S.Riley,H.Kiene vermasseln es gründlich"
https://www.allaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=13069

Das Ergebnis ist vernichtend. Ich kann sowohl dem Tagesanzeiger als auch, vor allem, dem Verein FMH und dem Schweizer Bundesamt für Gesundheit nur dringend raten, sich Rat bei Quellen zu holen, die fachlich versiert sind. Sie selbst sind es nämlich nicht.
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https://www.tagesanzeiger.ch/homoeopathie-zahlt-krankenkasse-nicht-mehr-schweiz-prueft-561694021586

[*quote*]
Tages-Anzeiger

Gesundheit
Homöopathie: Zahlt Krankenkasse nicht mehr? Schweiz prüft
Umstrittene Alternativmedizin
Soll Homöopathie aus der Grundversicherung fallen? Eine Hürde ist genommen


Das Bundesamt für Gesundheit prüft, ob Krankenkassen alternative Heilmethoden nicht mehr bezahlen sollen. Die Kassen unterstützen dies, der Ärzteverband nicht. Wie es jetzt weitergeht.
Felix Straumann
Publiziert: 04.06.2025, 10:49

2012 wurde Homöopathie in der Schweiz in die Grundversicherung aufgenommen – kippt das Bundesamt für Gesundheit diesen Entscheid jetzt? Apothekerin bei der Arbeit.

In Kürze:

    Das Bundesamt für Gesundheit prüft den Verbleib der Homöopathie in der Grundversicherung.
    In einer Konsultation haben sich die Krankenkassen für eine Überprüfung ausgesprochen, die FMH sowie ärztliche Homöopathinnen und Homöopathen dagegen.
    Die Kosten für Homöopathie betragen jährlich nur 17 Millionen Franken Krankenkassengelder.
    Der finale Entscheid über die Kassenpflicht liegt bei Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider.

Homöopathie steht in der Schweiz auf dem Prüfstand. Ein sogenanntes Umstrittenheitsverfahren beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) soll klären, ob die komplementärmedizinische Methode weiterhin in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) bleiben darf. Das haben vor über einem Jahr Recherchen dieser Zeitung ergeben. Nun zeigt sich: Das Verfahren hat die erste Stufe nach einer längeren Konsultation überwunden und ist bereits in der nächsten Phase, der eigentlichen Überprüfung.

Auch im eidgenössischen Parlament ist Homöopathie ein Thema. Kommende Woche wird dort darüber debattiert, inwieweit Versicherte das Therapieverfahren in der Grundversicherung sollen abwählen können. In der Bevölkerung und unter der Ärzteschaft scheint das Interesse schon länger zurückgegangen zu sein: Sowohl die Zahl der Fachärzte mit Fähigkeitsausweis als auch die Zahl der Konsultationen haben sich in den letzten 20 Jahren fast halbiert.

Kosten für Homöopathie in der Schweiz bei 17 Millionen Franken

Seit 2012 Homöopathie in die Grundversicherung aufgenommen wurde, können Ärzte und Ärztinnen mit entsprechendem Fähigkeitsausweis ihre Leistungen darin abrechnen. Kritiker stören sich daran und monieren, dass die Vorgaben für die komplementärmedizinische Methode weniger streng seien als für alle anderen Medizinbereiche. Dabei geht es vor allem um eine weltanschauliche Diskussion, denn – auch wenn es oft anders dargestellt wird – die Kosten spielen eine untergeordnete Rolle: Die gesamte Komplementärmedizin inklusive Homöopathie kostet die obligatorische Krankenpflegeversicherung jährlich rund 17 Millionen Franken. Das Sparpotenzial ist also bescheiden verglichen mit den rund 40 Milliarden Franken Gesamtkosten in der Grundversicherung.

Darüber, wann eine Entscheidung über die Homöopathie gefällt wird, hält sich das BAG bedeckt: Da es sich um ein laufendes Verfahren handle, könne man keine näheren Angaben zum Zeitplan machen. Angekündigt war, dass das Konsultationsverfahren bei ärztlichen Homöopathinnen und Homöopathen, der Dachorganisation der Krankenversicherer und der Ärztevereinigung FMH frühestens Ende 2024 abgeschlossen sein sollte. Für die Weiterführung des Umstrittenheitsverfahrens mit einer eingehenden Überprüfung der Homöopathie reicht es, wenn einer der drei Interessenverbände sich dafür ausspricht.

Präsidentin der FMH bietet selbst Homöopathie an

Bei Prio Swiss, dem Verband der Schweizer Krankenversicherer, ist dies der Fall. Er stellt seine Stellungnahme zwar nicht zur Verfügung, lässt aber indirekt durchblicken, dass er eine Prüfung der Homöopathie befürwortet. In einer Stellungnahme zu einem parlamentarischen Vorstoss, der die Überprüfung der Homöopathie ebenfalls fordert, betont der Verband: «Nur Methoden, die wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich sind, sollen im Leistungskatalog der Grundversicherung verbleiben.» Dies bedinge eine strikte Überprüfung bestehender Therapien oder Medikamente.

Der Schweizerische Verein Homöopathischer Ärztinnen und Ärzte (SVHA) will sich hingegen nicht in die Karten blicken lassen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass man dort die Überprüfung ablehnt. Offener ist man bei der Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte FMH, die ihre Stellungnahme auf Anfrage zusendet. Das Fazit: Die Homöopathie erfülle die notwendigen Kriterien Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit (WZW) und sei deshalb unumstritten. Unterschrieben hat die FMH-Präsidentin Yvonne Gilli, die als Ärztin selbst klassische Homöopathie anbietet. Auf Rückfrage betont die FMH, dass die Stellungnahme vom Zentralvorstand verabschiedet worden sei.

Die FMH wundert sich darüber, dass die Überprüfung der Homöopathie durch den Antrag einer Privatperson im Oktober 2023 angestossen wurde.

Die FMH sieht es insbesondere als erwiesen an, dass Homöopathie wirksam ist. Beobachtungsstudien würden zum Schluss kommen, dass «homöopathisch versorgte Patientinnen und Patienten einen vergleichbaren oder besseren Krankheitsverlauf haben als ‹konventionell› behandelte». Gleichzeitig wären die Kosten vergleichbar oder gar tiefer, ebenso der Verbrauch an konventionellen Medikamenten. Angeführt wird zudem eine Übersichtsarbeit im Fachblatt «Systematic Reviews». Die Autoren um Harald Hamre vom Lehrstuhl für Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin der deutschen Universität Witten/Herdecke kommen zum Schluss, dass Homöopathie nicht gleich wirke wie Placebos.

Kritiker wie der Komplementärmedizin-Forscher Edzard Ernst setzen allerdings Fragezeichen hinter diese Befunde. Ob die vom FMH angeführten Studien die Wirksamkeit tatsächlich schlüssig belegen, wird das weitere Umstrittenheitsverfahren klären müssen.

Bundesamt für Gesundheit empfiehlt, Baume-Schneider entscheidet

Zusätzlich wundert sich die FMH darüber, dass die Überprüfung der Homöopathie durch den Antrag einer Privatperson im Oktober 2023 angestossen wurde. Die Ärzteverbindung befürchtet, dass es «in Zukunft zu einer Welle von Umstrittenheitsverfahren durch Privatpersonen kommen könnte». Laut BAG ist das allerdings ein äusserst unüblicher Vorgang, der gesetzlich gewünscht ist, aber seit der Einführung in den 1990er-Jahren nur wenige Male vorkam.

Das BAG wird sich bei der weiteren Überprüfung unter anderem auf bereits vorhandene Berichte ausländischer Gesundheitsbehörden sowie wissenschaftliche Metaanalysen stützen, wie es bereits Anfang 2024 hiess. Verschiedene Länder wie Grossbritannien, Frankreich oder Deutschland sind bereits dabei, Homöopathie einzuschränken – oder haben dies bereits vollzogen. Am Ende wird die Eidgenössische Kommission für allgemeine Leistungen und Grundsatzfragen (ELGK) eine Empfehlung abgeben. Der Entscheid, ob die Homöopathie weiterhin Teil der Grundversicherung bleiben soll, liegt bei Elisabeth Baume-Schneider, Vorsteherin des Eidgenössischen Departements des Innern (EDI).


Felix Straumann ist Stv. Ressortleiter Wissenschaft/Medizin und Wissenschaftsjournalist. Er hat den Master in Mikrobiologie und verbrachte viele Jahre in Labors am Unispital und in der Privatwirtschaft, bevor er Journalist wurde.Mehr Infos
@fstraum

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