Die Öffentlich-Rechtlichen Analphabeten

Started by AribertDeckers, June 13, 2026, 11:46:04 AM

AribertDeckers

13.6.2026
Die Öffentlich-Rechtlichen Analphabeten


Gutenberg ist tot. Jetzt ist er noch töter als tot.

Gutenberg starb 1468. Das ist eine ganze Weile her, 558 Jahre. Ein halbes Jahrtausend. Rückwirkend, wovon er leider nichts mehr hat, wurde er "im Jahr 1999 vom amerikanischen A&E Network zum ,,Man of the millenium" gekürt."

Und "Bereits zwei Jahre zuvor 1997 wurde auch Johannes Gutenbergs Erfindung, der Buchdruck mit beweglichen Lettern, vom US-Magazin Time-Life zur bedeutendsten Erfindung des zweiten Jahrtausends gewählt, denn sie hat die Welt verändert."



(Screenshot)

https://www.gutenberg-gesellschaft.de/johannes-gutenberg/letzte-lebensjahre

Das schreibt die Gutenberg-Gesellschaft. Wir haben es schwarz auf weiß. Fast.

Der Buchdruck, das Drucken schlechthin, ist die Kunst, Farbe auf etwas zu bringen, auf Papier, auf Holz, auf Textil, was auch immer. Damit man etwas sehen kann. Schrift oder Bilder.

Damit man etwas sehen kann, damit man etwas lesen kann. Im einfachsten Fall: "Das Schwarze sind die Buchstaben!" Kohlrabenschwarz.

Gut geformte, gut lesbare Schriftzeichen, gute, schwarze Druckfarbe, das zeichnet den guten Drucker aus. Über 500 Jahre lang war das so. Bis Analphabeten an die Macht kamen und das Lesen zur Qual machten. Helle Schrift auf hellem Grund, die Pest des Internets.

Eine Kostprobe:



https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/chuck-berry-gestorben-rock-n-roll-gitarrist-100.html
(Screenshot)

Hätte sich in den guten Tagen des noch guten Buchdrucks ein Drucker erdreistet, solch ein Analphabetentum abzuliefern, er wäre mit Fußtritt durch die geschlossene Tür hinausexpediert worden.

Schrift hat eine Funktion: Man muß den Text lesen können.
Buchdruck hat eine Funktion: Man muß das Gedruckte lesen können.


Buchdruck ist die Schwarze Kunst. Wer einmal RICHTIG gedruckt hat, bekommt die Farbe nie wieder ab.