Der Mensch, das Maß all seiner Dinge...

Started by AribertDeckers, September 28, 2024, 04:24:32 PM


AribertDeckers

#1
Mary Hopkin
Songs from distant earth




Two basic music elements made a mark in my live: "Puff the magic dragon" (by Peter, Paul and Mary) and "Temma Harbour". The first is the only "children song" I had and the other is what I all those years later dreamt of: the beautiful voice of Mary Hopkin.

"BFBS" is the "British Forces Broadcasting Service". BFBS at that time had a phantastic program most time of the day throughout the week. English was my second mother language - and I grew up next to a major American military base I could see the roofs of, but with a British military radio station.

One day they began with songs by Mary Hopkin. I left Bremerhaven in 1972, the year Mary retired from music business. The German radiostations ceased to play her songs. So all the years later all I had was the memories of her few songs of this short time. It was so sad. "Temma Harbour" - the beautiful voice from distant earth...

I never got to know more about Mary Hopkin. Except for her marrying Tony Visconti. I envied him...

 



Mary Hopkin
https://www.maryhopkin.com/

Mary Hopkin International Site
https://web.archive.org/web/20220216014045/http://www.hopkin.is.nl/

Mary Hopkin Friendly Society
https://web.archive.org/web/20120815130109/http://homepage.ntlworld.com/pat.richmonds/mhmenu.htm

 

Thank you,

Aribert Deckers
12.5.2007


"Songs from distant earth" is a science-fiction short story by Arthur C. Clarke.

AribertDeckers

Die Macht hinter der Macht der positiven Gefühle

29.11.2003

Da in der Entwicklungsgeschichte das Gehirn nicht, kaum, wenig entwickelt war, mußte trotz der Abwesenheit einer komplexen neuronalen Steuerung zum Überleben der Art ein optimales Verhalten erreicht werden. Wie? Durch Belohnung mit Drogen.

Daraus folgt: Der Mensch in seiner Grundkonstruktion wird durch Drogen gesteuert. Diese Konstruktion war in der Evolution erfolgreich: Jene Exemplare, die sich an erfolgreiche genetisch fixierte Muster hielten, wurden dafür mit Drogen belohnt, zB Endorphinen.

Diese Belohnung erfolgt bei vielen Situationen, von denen manche völlig "aus der Art geschlagen" zu sein scheinen. So erzeugen zum Beispiel die sakralen Gesänge in einem großen Raum gewisse Ehrfurchtsgefühle. Warum? Was war in der Evolution, das solche Geräusche positiv hervorhebt?
Was ist zB mit dem Geheul von Wölfen? Dürfen wir annehmen, daß Wölfe für dieses Geheul im Rudel mit Endorphinen belohnt werden?

Für den Menschen ist seine evolutionsbedingte Drogenabhängigkeit eine Achillesferse, weil sie im Gegensatz zu der Leistung seines Gehirns steht. Das Gehirn ist eine bessere Steuerung als die immer noch vorhandene über Drogen. In der Entwicklung von der Eizelle zum Erwachsenen verblaßt der Einfluß der Endorphine. Aber nur zum Teil. Damit wird die Steuerung durch Drogen zu einer Behinderung, sogar zu einer Gefahr. Je mehr die Gefühle steuern, desto mehr wird das Gehirn blockiert.

Genau das geschieht bei Kritik. Kritik bewirkt keine Endorphine.

Die Aussicht auf Erfolg verursacht Glücksgefühle, verursacht Euphorie. Kritik nicht. Deswegen ist Kritik immer im Nachteil, um so stärker, je intensiver der die Kritik hörende Mensch durch seine Drogen gesteuert ist.

Aribert Deckers

AribertDeckers

#3
Virtuelle Gewalt ist real

29.11.2003

Ein Computerspiel. Der Gegner wirft Bomben und schießt. Der Spieler schießt. Stundenlang. Tagelang. Wochenlang. Monatelang.

Ein Dauerfeuer auf dem Bildschirm, ein Dauerfeuer im Gehirn.

Das Gehirn, eine adaptive Masse, lernt, formt sich, bildet Neuronen, speichert Muster, optimiert, wird zum Spiegelbild der Umwelt. Umwelt, in der ein Krieg tobt, in der präzise, in Sekundenbruchteilen geschossen wird. Ohne Nachdenken, reiner Reflex, zigtausendfach geübt, tief eingeprägt als verfügbare Muster des Gehirns.

Ein Spiel als Aufnahme ins Gehirn unterstützt und beschleunigt durch Massen an Endorphin-Ausschüttung.

Ein Spiel. Aber der Teil des Gehirns, der die Reflexe enthält, der die Antworten liefert, der die Reaktionen steuert, dieser Teil speichert nicht "dies ist ein Spiel". Er speichert ausschließlich Reflexe.
Je geringer die Informationsdichte, je optimierter die Reflexantwort, desto schneller der Reflex. Ein Überlebensnotwendiger Teil der Evolution: Optimieren. Schnell sein. Überleben. Kein Spiel!

Das Gehirn speichert Reflexe. Die Information "Dies ist ein Spiel". existiert in den Reflexen nicht. Dieser Teil des Gehirns ist eine Killermaschine geworden.
Gewalt am Bildschirm ist real. Gewalt im Kopf. Ganz real.

Gewaltspiele am Computer prägen Killermaschinenfunktionalität in Kindergehirne. Am Computer ist es ein Spiel. Im realen Leben ist es kein Spiel mehr. Eingeprägte Maschinen handeln maschinell. Es fehlt nur der Auslöser, der Druck auf den Knopf - und jemand ist tot.

Killermaschinen, optimiert auf Zielen und abdrücken. Gemacht für Schußwaffen.
Für Karate geeignet? Ja und nein. Durch den Wegfall jeglicher Tötungshemmung gefährlich in allem. Genau diese fehlende Tötungshemmung ist DAS Hauptelement.

Einenmeterfünfzig hoch, 100 Kilo breit, träge Masse, unfähig zu jedeweder Schnelligkeit. Bis auf eine: die des Fingers am Abzug. Tod ist allgegenwärtig. Tod ist normal, in jeder Sekunde.

Werden Gewaltspiele Teil der Trainee-Programme im Geschäftsleben?

Werden die Kirchen Gewaltspiele verbieten oder wollen sie Gotteskrieger?

Herr, segne diese Waffen!

 

Aribert Deckers

AribertDeckers

Der Busch'sche Vogel

1.1.2005


Für alle, die auf dem Floß sitzen in den Hades,
für alle, die den Schwarzen Hund zu Besuch haben,
für alle, deren Leben kaum noch Leben ist,
ein kleiner Trost von Wilhelm Busch:

    Kritik des Herzens

    Es sitzt ein Vogel auf dem Leim,
    Er flattert sehr und kann nicht heim.
    Ein schwarzer Kater schleicht herzu,
    Die Krallen scharf, die Augen gluh.
    Am Baum hinauf und immer höher
    Kommt er dem armen Vogel näher.
    Der Vogel denkt: Weil das so ist
    Und weil mich doch der Kater frißt,
    So will ich keine Zeit verlieren,
    Will noch ein wenig quinquilieren
    Und lustig pfeifen wie zuvor.
    Der Vogel, scheint mir, hat Humor.

    Wilhelm Busch

 

Leben ist mehr als Warten auf den Tod.

Aribert Deckers

AribertDeckers

Sequentielles Denken - logische Extrapolation

28.8.2007

Intelligenztests sind kein Maß für Intelligenz. Intelligenztests erfassen nur Dinge, die derjenige kennt, der die jeweiligen Tests aufgestellt hat. Was die Fähigkeiten des Testmachers übersteigt, kann von ihm nicht getestet werden.

Schon vor über 30 Jahren hat ein Buch die Dummheit der Intelligenztexts - und vor allem ihrer Macher - aufgedeckt: "Der Testknacker" [1], von Susanne von Paczensky [2].

Es gibt Gebiete, wo Intelligenztests grundsätzlich versagen müssen. So bei der Ingenuität. Wie sollte ein Test Erfindungen vorausahnen?

Das heißt: Bei einem der wichtigsten Gebiete überhaupt gibt es gar keine Testmöglichkeit.

Auch bei einem zweiten Gebiet versagen die Intelligenztests: beim Sozialverhalten. Firmen machen über den Rahmen einfacher Intelligenztests hinaus Testaquarien, sogenannte "Assessment-Center", in denen Bewerber oder bereits angestellte Mitarbeiter - teilweise unter Extrembedingungen - getestet werden. Genau hier, bei SIMULIERTEN Bedingungen, versagen die Tests, denn je raffinierter ein Teilnehmer ist, desto geschickter versteht er es, seine WAHREN Hintergründe zu tarnen. Das einzige, was man wirklich sehen (aber nicht testen!) kann, ist die Situation "Verhalten in einem Testaquarium". Der Erkenntnisgewinn für die Firmen ist gigantisch: sie können ihn mit dem Mikroskop suchen.

Vor allem bewirken Assessment-Center eines: die innere Kündigung...

Intelligenz ist Mustererkennung und Musterverarbeitung, das reicht von sprachlichen Fähigkeiten über Abstraktionsvermögen, 3-dimensionale Vorstellung und mathematische Fähigkeiten bis zu zeitlicher Extrapolation.

Letzteres ist das mit Abstand Schwerste. Es geht um die logische Folgerung "aus Zustand A folgt Zustand B". Physikalische Dinge lassen sich zeigen. Also kann man sie auch jemandem vorführen. Einem Kind zu erklären, daß eine Flamme an Papier das Papier brennen läßt, läßt sich zeigen. Es ist ein klar sichtbarer Beweis vorhanden. Nur ein Idiot wird den nicht wahrhabmen wollen.

Dinge hingegen, die sich NICHT mit physikalischen Beweisen sofort zeigen lassen, sind ein extrem ernstes Problem. Gerade menschliches Verhalten und andere Dinge, mit denen wir STÄNDIG konfrontiert sind, lassen sich NICHT so einfach vorführen wie "eine Kugel fällt runter, wenn man sie losläßt."

Vorausdenken, Folgen erkennen, abschätzen, gegen einander abwägen, all das ist logische Extrapolation.

Nun ist es nicht so, daß der Mensch auf diesem Gebiet KEINE Intelligenz hätte. Das Problem liegt vor allem darin, daß er ausgerechnet auf diesem Gebiet unsäglich dumm ist. Weder seine mangelnde Erkenntnisfähigkeit (er will es begreifen, aber er kann nicht) noch seine Erkenntnisresistenz (er WILL es nicht begreifen) lassen sich messen. Während man ihm zeigen kann, daß eine Kugel fällt (Erkenntnisfähigkeit), lassen sich Verhaltensmuster weder physikalisch zeigen noch dringen selbst einfachste Erklärungen zu ihm durch, wenn er sie nicht verstehen will. Seine Dummheit läßt ihn nicht nur Dinge von sich aus nicht erkennen, sie läßt auch die Erklärung über eine Funktion gar nicht erst zu.

Dummheit ist weder meßbar noch läßt sie sich beheben. Diese Wahrheit ist ebensoeinfach wie furchtbar. Sie ist einfach furchtbar...

Während es auf Gebieten wie Musik oder mechanische Fähigkeiten oder mathematische Fähigkeiten Genies gibt, gibt es sie bei logischer Extrapolation auch. Aber sie werden nicht anerkannt. Warum nicht? Weil die Umgebung der Genies zu dumm ist, den Erklärungen der Genies geistig zu folgen. Wegen der Erkenntnisresistenz werden die Genies sogar für unfähig, geisteskrank oder anderes diffamiert - und geächtet. Und verfolgt.

Viele werden meinen Text nicht verstehen. Das ist - selbst-nichterklärend - eine Frage der Intelligenz.

Aribert Deckers




[1] Der Testknacker

Der Testknacker : wie man Karriere-Tests erfolgreich besteht
Verfasser: Susanne von Paczensky
Erschienen: München [u.a.] : Bertelsmann, 1974
ISBN: 3-570-00912-2

Der Testknacker : Wie man Karrieretests erfolgreich besteht
Autor: Susanne von Paczensky
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH
ISBN: 3499169495

[2] Susanne von Paczensky

Hedwig-Dohm-Urkunde 2004: Dr. Susanne von Paczensky
http://www.journalistinnen.de/verein/hedwig_dohm_urkunde/2004_paczensky_vita.html

Erwähnung in "Laudatio für Margarete Holzman und Reinhard Kaiser anlässlich der Verleihung des Geschwister-Scholl-Preises 2000"
http://www.buchhandel-bayern.de/geschwister-scholl-preis/2000_laudatio.shtml

AribertDeckers

Übermärchen

25.10.2008

    Märchen sind Märchen, also nicht wahr.

    Übermärchen sind Märchen, die wahr sind.
    Und wenn sie nicht wahr sind, dann macht das gar nichts,
    weil es schön wäre, wenn sie wahr wären.
    Also denke und handle ich, als ob sie wahr sind.
    UND DANN SIND SIE WAHR. Basta!


 

Das ist die Wahnwelt, in der die Spezies lebt...

Das ganze Jahr ist Weihnachten: die Wunschzettel an den Weihnachtsmann werden täglich ausgefüllt und täglich erfüllt.

Das Schlaraffenland, nicht als vorgefertigte Selbstbedienungslandschaft mit eßbarem Interieur, sondern eine vollumfänglich - auf Bestellung! - vom Universum (auf Befehl!) zu liefernde Realität --- hier, jetzt, heute.

Der Mensch ist nicht nur wieder der HERR der Schöpfung (in Gottes Welt und in Gottes Auftrag), nein, er hat Gott-Fähigkeiten und regiert SELBER diese Welt: "Ich und Gott haben beschlossen."

Da gibt es auch keine Medizin, sondern Übermedizin.

Wo in jedem Menschen das Universum lodert,
wo die Quantenphysik zur Quantenmedizin wird ---
werden Diagnose und Heilung zum Fingerschnipp.

Es werde Licht!


Aribert Deckers

AribertDeckers

Wir sind kleine Boote auf einem Ozean.

Weit von einander entfernt. Wir sehen einander, aber sind immer weit weg, und der Wind treibt uns weiter.

Es ist eine kurze Begegnung, in der Ferne. Aber das war es auch schon. Wir werden die anderen nie erreichen - und sie kommen nie zu uns.

Wir sind auf dem Ozean - und allein.

AribertDeckers

Manche haben haben Energie, haben Wärme, leuchten.

Wir, wir sind Leuchtfeuer, wir sind Sonnen, uns kann man sehen.

Wir leuchten in die Nacht, wir geben Anderen Kraft.

Aber alle Energie kommt von uns selbst, wir bekommen von Anderen keine.

Wir sind eine Sonne, in der sich die Anderen wärmen. Wir spüren nur deren Kälte.

AribertDeckers

24.8.2025
Das Denken ist für die Menschen etwas Furchtbares.
Etwas Schweres. Etwas, das Schmerzen verursacht.

Covid nimmt ihnen den Schmerz des Denkens.
Wer es schon vorher nicht tat, der tut es nun erst recht nicht.

Covid ist das Leichentuch des modernen Menschen.
Und er merkt es nicht einmal...

AribertDeckers

#10
19.11.2025
Frauen sind das schwache Geschlecht und Männer sind wehleidig.

Beide Aussagen sind falsch. Mich wundert, daß noch niemand der Ursache auf den Grund gegangen ist.

Frauen sind nicht das schwache Geschlecht. Frauen müssen eine ganze Menge aushalten, einmal von der Biologie und dann aus sozialen Gründen, vulgo aus Dummheit.

Frauen sind diejenigen Exemplare Mensch, die Kinder bekommen können. Das ist keine leichte Aufgabe. Sie ist riskant und mit Strapazen und Schmerzen verbunden. Das zum einen. Zum anderen: Frauen tun sich Dinge an, die höchstgradig schwachsinnig sind. So tragen sie bis zum Exzeß hochhackige Schuhe, die den Fuß schwer schädigen. Sie tragen Schuhe, die vorne spitz und falsch geformt sind und den Fuß schwer schädigen. Warum tun sie das? Weil sie ihre Sexualität und ihre Anziehungskraft zeigen wollen.

Dummheit muß weh tun.

Außer ungeeignete Schuhe zu tragen gibt es auch noch anderes: sich Löcher in die Ohrläppchen stechen lassen, um Metallteile daran aufzuhängen. Oder sich Kuh-Ringe in die Nase zu stecken und dazu die extrem empfindliche Nasenscheidewand durchstechen zu lassen.

Dummheit muß weh tun.

Doch, ja, Frauen müssen etwas aushalten.

Die großflächige Zerstörung der Haut mittels Tattoos dürfen wir auch nicht vergessen.

Früher, so ab den 1950-ern, ging Frau in die Sonne. Urlaub in Italien war in. Später kam dann der Hautkrebs. Aber da war es bereits zu spät.

Doch, Frauen müssen etwas aushalten.

Männer dagegen? Männer sind wehleidig? Nein, sind sie nicht. Männer sind von der Natur schlicht und einfach benachteiligt und spüren Schmerz stärker. Macht das Sinn?

Auf der einen Seite Frauen, die mit nacktem Bauch herumrennen, mit kurzen Röcken, ohne lange Strümpfe. Nackte Beine! In unseren Breiten. Männer würden da zu recht frösteln. Aber Frauen können schon etwas aushalten.

Warum?

Eines ist klar: Wer Kinder bekommt, der muß körperlich eine ganze Menge ertragen. Also wäre es im Sinne der Evolution ein Nachteil, wenn ein weiblicher Mensch darunter schwer leiden würde. Nein, er muß durchhalten. Er muß etwas aushalten können.

Und Männer? Männer müssen das Rudel verteidigen, ihr Revier verteidigen, Beute machen. Jedenfalls in den frühen Phasen der Evolution. Bei unseren mehr oder minder nahen Verwandten in der freien Natur ist das so.

Es gibt aber etwas, und das ist sehr entscheidend: Wer ist für die Aufzucht und den Schutz der Jungen verantwortlich?

Tiere, bei denen Weibchen und Männchen GEMEINSAM die Aufzucht übernehmen, sind zwangsläufig anders konstruiert als solche, bei denen die Weibchen die Jungen allein aufziehen. Müssen (oder können) Weibchen die Jungen alleine aufziehen, müssen sie erst recht härter und ausdauernder sein und viel ertragen können. Geben sie auf, stirbt die Linie aus...

Bei Männchen ist die Frage, was sie tun: Kämpfen sie mit anderen um die Macht - und um die Weibchen? Sorgen sie für Futter? Oder gehen sie ihre eigenen Wege, ob mit oder ohne Männchen-Gruppen?

Es gibt in der Natur einen äußerst hinterhältigen Mechanismus: Regelung.

Was wäre, wenn Männchen wild drauflos schlagen können, sich verausgaben bis zum letzten, immer auf der Heldenstraße?

Es gibt Tiere, die tatsächlich extrem aggressiv sind, sehr gefährlich sind (obwohl sie gar nicht so groß sind), und unfaßbar dämlich sind: Vielfraße. Vielfraße sind gefährlich. Sie beißen wild um sich und greifen auch in hoffnungslosen Situationen an. Wenn sie Glück haben, haben sie Glück. Ansonsten ist der Darwin-Award der ihre.

Was wäre, wenn ALLE Tiere so wären?

Das wäre gar nicht gut, weil ohne Sinn und Verstand um sich zu schlagen und zu beißen in der Menge der Fälle sehr dumm ist und klügeres Verhalten das Leben sicherer und länger macht. Vielfraße sind also in einer evolutionären Nische. Sie tun das, was andere nicht tun dürfen.

Evolution hat keine Planung. Evolution hat eine Produktion der Individuen - und dann die Aussiebung. Was momentan die Situation besser meistert, überlebt. Der Rest verschwindet. Es geht um reine Statistik. Reine beschreibende Statistik. Ergebnis: Was überlebt, hat es besser gemacht. SO HERUM läuft das. Das Ergebnis zeigt, was besser ist.

Männer, die männlichen Menschen, die von der Natur benachteiligt sind, weil sie Schmerzen stärker spüren, warum sind die so?

Ausgesucht haben sie es sich nicht. Sondern - die Statistik zeigt es - empfindlicher zu reagieren erhöht ganz offensichtlich die Überlebenswahrscheinlichkeit. Das heißt: es gibt eine Regelung. Je nach Situation ist es besser oder schlechter, wild um sich zu schlagen oder - der Schmerz diktiert es - sich jammernd zurückzuziehen und darauf zu hoffen, daß der Schmerz nachläßt.

Es ist eine Regelung. Mehr Kraft auf der einen Seite UND höhere Schmerzempfindlichkeit als Regulator auf der anderen Seite. Die höhere Schmerzempfindlichkeit der Männer erhöht deren Überlebenswahrscheinlichkeit.

Und die großere Härte und Ausdauer ist für die Frauen besser.

Allerdings läßt sich das nicht verallgemeinern. Entscheidend ist, ich habe es erwähnt, wer für die Aufzucht der Jungen verantwortlich ist. Das ist je nach Tierart sehr verschieden. Wir können es (zumindest jetzt noch nicht) nicht messen, ob Männchen oder Weibchen einer Tierart härter im Nehmen sind. Aber ich bin mir sicher: Je mehr BEIDE an der Aufzucht beteiligt sind, desto mehr sind auch die Männer resistenter.

Beim Menschen heißt das: durch die im Lauf der Evolution erfolgte Aufgabenteilung wurde auch die Schmerzempfindlichkeit verteilt. Mit anderen Worten: Männer haben nichts zu melden. Sie sind zwar kräftemäßig stärker, aber Frauen sind das härtere Geschlecht.

AribertDeckers

#11
27.11.2026
Ich bin staatlich anerkannter Liebesbriefschreiber

50 Jahre sind inzwischen vergangen und ich denke, daß ich keine großen politischen Verwicklungen mehr auslöse, wenn ich jetzt erzähle, was wir damals gemacht haben.

Damals, 1975, ging der Vietnam-Krieg zuende. Ich wohnte in einer Wohngemeinschaft in der Rosenbergstraße 24 in Stuttgart, gleich neben der Uni. Wir waren in drei Stockwerken zu je 7 Zimmern, 20 Studenten, ein Zimmer war immer irgendwie frei. Im 2. Stockwerk waren Vietnamesen. Südvietnamesen, also keine Kommunisten - mit dem Fall von Saigon am 30. April 1975 wurden sie Flüchtlinge.

Die Vietnamesen hatten einen großen vietnamesischen Verein, mit über 100 Leuten. 3 Deutsche waren auch dabei, einer davon war ich.

Die Verlobte eines der Vietnamesen aus der Wohngemeinschaft war in Vietnam, er konnte sie nicht mehr heraus und nach Deutschland holen, denn wenn er in Vietnam aufgetaucht wäre, wäre er sofort zur Armee eingezogen worden - und damit erledigt gewesen.

Durch glückliche Umstände hatte er jedoch einen deutschen Helfer gefunden, der nach Vietnam flog um die Verlobte herauszubringen: er gab sich als ihr Verlobter aus, die Ausreise wurde mit allen notwendigen amtlichen Papieren vorbereitet, die Flucht schien zu glücken, sie konnten einen Platz im letzten amerikanischen Hubschrauber bekommen. Doch die verblödete Familie - Patriarchat, Herrschaft durch die Älteren, was auch immer - überredete die Verlobte (zwang sie?), in Vietnam zu bleiben. Saigon fiel, dem deutschen Helfer gelang in letzter Minute gerade noch die Flucht, mit dem letzten US-Hubschrauber, nach Guam.

Der Vietnamese, in Stuttgart, Flüchtling, und damit in jeder Hinsicht arm dran, wie sollte er seine Verlobte nach dem Fall von Saigon herausholen?

Mit einer List.

Der deutsche Helfer arbeitete in Afrika, der Vietnamese war in Stuttgart - die beiden versuchten es über Politiker und diplomatische Kanäle, die Vietnamesin als Verlobte des deutschen Helfers herauszuholen. Der Helfer hatte, als er in Vietnam war, dort die Papiere schon vorbereitet. Doch inzwischen war er in Afrika...

Hier nun begann mein Part: aus Afrika bekam ich von ihm unterschriebenes Blanko-Briefpapier, auf das ich vorsichtig Liebesbriefe schrieb um die Diplomaten und die Politiker zu überzeugen. Die Liebesbriefe wurden dann in die diplomatischen Wege geleitet.

Es dauerte einige Zeit und viel Kunst hinter den Kulissen. Wer da was gemacht hat, ich weiß es nicht, ich war daran nicht beteiligt.

Wir hatten Glück: Es gelang tatsächlich, die Vietnamesin NACH dem Fall von Saigon nach Deutschland zu holen. Ich glaube nicht, daß es viele solcher Fälle gegeben hat, erst recht nicht unter solchen Umständen und gleich nach Ende des Krieges. Möglicherweise waren wir die einzigen, die das überhaupt geschafft haben.

Den deutschen Helfer habe ich nie gesehen. Ich habe höchsten Respekt vor ihm. Es war eine sehr gefährliche Mission und er hatte sehr, sehr viel Glück, daß er sie überlebt hat.

Der Vietnamese hat seine Verlobte später geheiratet. Daß er Jahre später nach Vietnam zurückkehrte, habe ich nie verstanden - und er hat es nicht überlebt: Vor einigen Jahren hatte er auf der Straße einen Schlaganfall, es gab keine medizinische Versorgung, er ist auf der Stelle gestorben. Die Heimat ist nicht immer der beste Ort zum Leben.

AribertDeckers

#12
18.5.2026
Handwriting is an impressive tool for learning

I knew that already more than 50 years ago. I knew by experience, and - as far as I can remember - there were articles about handwriting being good for learning.

I knew it because I wrote like hell, extremely fast, and with very high mechanical pressure on the pen. I do not think that other people wrote as many notes as I did in the lectures at the university. In normal handwriting, I mean. No stenography. Stenography is fast for slow writers, because is uses shortened glyphs, while normal writing means A LOT of movements with the pen. And this, as I said, with extreme speed.

Already at that time, half a century ago, it was clear that the combination of seeing the lecturer, seeing his writing and sketches on the overhead projector, hearing him, AND WRITING had an impressive effect on the brain. AND there is one thing more: Seeing the own writing and sketches on the paper - which later were good for remembering the whole context.

No paper, no glyphs and sketches on paper - and an important part for the memory simply does not exist.


On this very day now, more than 50 years later, I see on Twitter, that a proof was made in Norway. I am amazed by the speed of advances in science. In this case. I admit, it is the technical instrumentation to measure and observe biological data. But the whole thing, the effect, it was known already half a century ago.


https://x.com/ihtesham2005/status/2056381836499263953

[*quote*]
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Ihtesham Ali @ihtesham2005

A Norwegian neuroscientist spent 20 years proving that the act of writing by hand changes the human brain in ways typing physically cannot, and almost nobody outside her field has read the paper.

Her name is Audrey van der Meer.

She runs a brain research lab in Trondheim, and the paper that closed the argument was published in 2024 in a journal called Frontiers in Psychology. The finding is brutal enough that it should have changed every classroom on Earth.

The experiment was simple. She recruited 36 university students and put each one in a cap with 256 sensors pressed against their scalp to record brain activity. Words flashed on a screen one at a time.

Sometimes the students wrote the word by hand on a touchscreen using a digital pen, and sometimes they typed the same word on a keyboard. Every neural response was recorded for the full five seconds the word stayed on screen.

Then her team looked at the part of the data most researchers had ignored for years, which is how different parts of the brain were communicating with each other during the task.

When the students wrote by hand, the brain lit up everywhere at once.

The regions responsible for memory, sensory integration, and the encoding of new information were all firing together in a coordinated pattern that spread across the entire cortex. The whole network was awake and connected.

When the same students typed the same word, that pattern collapsed almost completely.

Most of the brain went quiet, and the connections between regions that had been alive seconds earlier were nowhere to be found on the EEG.

Same word, same brain, same person, and two completely different neurological events.

The reason turned out to be something nobody had really paid attention to before her work. Writing by hand is not one motion but a sequence of thousands of tiny micro-movements coordinated with your eyes in real time, where each letter is a different shape that requires the brain to solve a slightly different spatial problem.

Your fingers, wrist, vision, and the parts of your brain that track position in space are all working together to produce one letter, then the next, then the next.

Typing throws all of that away. Every key on a keyboard requires the exact same finger motion regardless of which letter you are pressing, which means the brain has almost nothing to integrate and almost no problem to solve.

Van der Meer said it plainly in her interviews.

Pressing the same key with the same finger over and over does not stimulate the brain in any meaningful way, and she pointed out something that should scare every parent who handed their kid an iPad.

Children who learn to read and write on tablets often cannot tell letters like b and d apart, because they have never physically felt with their bodies what it takes to actually produce those letters on a page.

A decade before her, two researchers at Princeton ran the same fight using a completely different method and ended up at the same answer. Pam Mueller and Daniel Oppenheimer tested 327 students across three experiments, where half took notes on laptops with the internet disabled and half took notes by hand, before testing everyone on what they actually understood from the lectures they had watched.

The handwriting group won by a wide margin on every question that required real understanding rather than surface recall.

The reason was hiding in the transcripts of what the two groups had actually written down.

The laptop students typed almost word for word, capturing more total content but processing almost none of it as they went, while the handwriting students physically could not write fast enough to transcribe a lecture in real time, which forced them to listen carefully, decide what actually mattered, and put it in their own words on the page.

That single act of choosing what to keep was the learning itself, and the keyboard had quietly skipped the choosing and skipped the learning along with it.

Two studies. Two countries. Same answer.

Handwriting makes the brain work. Typing lets it coast.

Every note you have ever typed instead of written went into your brain through a thinner pipe. Every meeting, every book highlight, every idea you captured on your phone instead of on paper was processed at half depth.

You did not forget those things because your memory is bad. You forgot them because typing never woke the part of the brain that would have made them stick.

The fix is the thing your grandmother already knew.

Pick up a pen. Write the thing down. The slower road is the faster one.
Image



https://pbs.twimg.com/media/HIm8YcBbQAAhmXJ?format=jpg&name=4096x4096

4:30 PM · May 18, 2026
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The article:

https://www.frontiersin.org/journals/psychology/articles/10.3389/fpsyg.2023.1219945/full

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ORIGINAL RESEARCH article

Front. Psychol., 26 January 2024

Sec. Educational Psychology

Volume 14 - 2023 | https://doi.org/10.3389/fpsyg.2023.1219945
Handwriting but not typewriting leads to widespread brain connectivity: a high-density EEG study with implications for the classroom

F. R. (Ruud) Van der Weel
Audrey L. H. Van der Meer *

Developmental Neuroscience Laboratory, Department of Psychology, Norwegian University of Science and Technology, Trondheim, Norway

A commentary has been posted on this article:

Commentary: Handwriting but not typewriting leads to widespread brain connectivity: a high-density EEG study with implications for the classroom
==>  Read general commentary

Abstract

As traditional handwriting is progressively being replaced by digital devices, it is essential to investigate the implications for the human brain.

Brain electrical activity was recorded in 36 university students as they were handwriting visually presented words using a digital pen and typewriting the words on a keyboard.

Connectivity analyses were performed on EEG data recorded with a 256-channel sensor array.

When writing by hand, brain connectivity patterns were far more elaborate than when typewriting on a keyboard, as shown by widespread theta/alpha connectivity coherence patterns between network hubs and nodes in parietal and central brain regions.

Existing literature indicates that connectivity patterns in these brain areas and at such frequencies are crucial for memory formation and for encoding new information and, therefore, are beneficial for learning.

Our findings suggest that the spatiotemporal pattern from visual and proprioceptive information obtained through the precisely controlled hand movements when using a pen, contribute extensively to the brain's connectivity patterns that promote learning.

We urge that children, from an early age, must be exposed to handwriting activities in school to establish the neuronal connectivity patterns that provide the brain with optimal conditions for learning.

Although it is vital to maintain handwriting practice at school, it is also important to keep up with continuously developing technological advances. Therefore, both teachers and students should be aware of which practice has the best learning effect in what context, for example when taking lecture notes or when writing an essay.
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CAVE! It depends on what you want to do: write or learn. WRITING TEXT (e.g. an essay) means that you have everything in your brain - and have to bring the contents into the computer. LEARNING means to get things into your head. That is a completely different world.

AND it is important that one CAN write the glyphs perfectly. The difference is that a strong tremor can shake the hand during writing. Persons without such a handicap do not have the trouble of fighting this noise. That, again, is one more totally different world.