Weise haben nicht genug Weisheit bekommen

Started by AribertDeckers, July 30, 2025, 06:16:07 PM

AribertDeckers

30.7.2025
Weise haben nicht genug Weisheit bekommen


PISA war gestern. Jetzt sind die totalen Totalversager am Ruder:


https://x.com/welt/status/1950577931530494307

[*quote*]
-----------------------
WELT @welt
"Babyboomer haben nicht genügend Kinder bekommen", sagt Wirtschaftsweise Schnitzer
https://www.welt.de/wirtschaft/article688a32988f091c7c8852f36e/Rente-Babyboomer-haben-nicht-genuegend-Kinder-bekommen-sagt-Wirtschaftsweise-Schnitzer.html
Image



https://pbs.twimg.com/media/GxHYSa2WoAABYGQ?format=jpg&name=900x900

5:23 PM · Jul 30, 2025
13.5K Views
-----------------------
[*/quote*]


Wie kann man man nur etwas dermaßen Dämliches behaupten?

Aus juristischen Gründen ungekürzt:

https://www.welt.de/wirtschaft/article688a32988f091c7c8852f36e/Rente-Babyboomer-haben-nicht-genuegend-Kinder-bekommen-sagt-Wirtschaftsweise-Schnitzer.html?wtrid=socialmedia.socialflow....socialflow_twitter

[*quote*]
-----------------------
    Home
    Wirtschaft
    Rente: ,,Babyboomer haben nicht genügend Kinder bekommen", sagt Wirtschaftsweise Schnitzer

Debatte um ,,Boomer-Soli"
,,Babyboomer haben nicht genügend Kinder bekommen", sagt Wirtschaftsweise Schnitzer
Stand: 17:20 Uhr

Monika Schnitzer, Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, spricht während der Vorstellung des Frühjahrsgutachtens des Sachverständigenrates Wirtschaft in der Bundespressekonferenz.

Monika Schnitzer, Vorsitzende der WirtschaftsweisenQuelle: picture alliance/dpa/Sebastian Gollnow

Dem Vorschlag eines ,,Boomer-Soli" könne sie einiges abgewinnen: Wirtschaftsweise Monika Schnitzer spricht sich dafür aus, wohlhabende Rentner stärker zu belasten. Sie fordert eine Rentenreform und kritisiert fehlenden Nachwuchs seit den 1970er-Jahren.

Die Chefin der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, hat sich dafür ausgesprochen, wohlhabende Rentner stärker zu belasten. Kürzlich hatten Forscher vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung einen ,,Boomer-Soli" vorgeschlagen. ,,Ich kann diesem Vorschlag einiges abgewinnen", sagte Schnitzer dem Magazin ,,Focus Money".

,,Die Frage ist doch: Warum kommt das Umlagesystem an seine Grenzen? Die Babyboomer haben seit den 70er-Jahren nicht genügend Kinder bekommen, um die Bevölkerungszahl ohne Zuwanderung konstant zu halten." Das bedeute, dass immer weniger Menschen im Erwerbsalter für immer mehr Rentner aufkommen müssen, sagte Schnitzer. ,,Die Erwerbstätigen müssten dafür immer höhere Beiträge bezahlen. Das ist schlicht nicht zumutbar. Deshalb müssen wir die Rentenversicherung reformieren."

Mit dem ,,Boomer-Soli" allein sei es nicht getan, erläuterte Schnitzer in dem Interview: "Wir haben als Sachverständigenrat Wirtschaft vorgeschlagen, an mehreren Stellschrauben zu drehen: länger zu arbeiten, selbst mehr vorzusorgen und den Rentenanstieg zu begrenzen. Die Renten würden nicht gekürzt werden, sondern nur in geringeren Raten steigen als bisher. Für die Geringverdienenden könnte das bedeuten, dass die Rente irgendwann nicht mehr reicht. Dafür bräuchten wir ein Umverteilungselement. Und da frage ich mich: ,Warum sollten die Babyboomer das nicht unter sich ausmachen?' Sie sind es doch, die einen Teil des Generationenvertrags nicht eingehalten haben. Sie haben zu wenige Kinder bekommen, die für ihre eigenen Renten hätten aufkommen können."
-----------------------
[*/quote*]


Wer in dem Artikel zitiert wird, ist Monika Schnitzer.  Sie ist nicht irgendwer, sondern laut Artikel "Chefin der Wirtschaftsweisen".

In der Selbstbeweihräucherung des "Sachverständigenrates" heißt es über sie:

https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/ueber-uns/ratsmitglieder/prof-dr-monika-schnitzer.html

[*quote*]
-----------------------
Prof. Dr. Dr. h.c. Monika Schnitzer, Vorsitzende

Monika Schnitzer ist seit Oktober 2022 die Vorsitzende des Sachverständigenrates Wirtschaft, dem sie seit April 2020 angehört. Sie ist Professorin für Komparative Wirtschaftsforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU).

Sie promovierte und habilitierte an der Universität Bonn und war Gastprofessorin an der Boston University, am MIT, an der Stanford University, Yale University, University of California, Berkeley, und an der Harvard University. 2006 bis 2009 war sie Dekanin der volkswirtschaftlichen Fakultät der LMU. Im Juli 2022 erhielt sie die Ehrendoktorwürde der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit Innovation, Wettbewerb und multinationalen Unternehmen. Ihre Arbeiten wurden unter anderem in der American Economic Review, dem American Economic Journal: Economic Policy und dem Journal of the European Economic Association veröffentlicht.

Monika Schnitzer ist seit 20 Jahren in der Politikberatung aktiv. Von 2011 bis 2019 war sie stellvertretende Vorsitzende der Expertenkommission Forschung und Innovation. Von 2018 bis 2019 war sie zudem Mitglied der Expertenkommission Wettbewerbsrecht 4.0 und von 2014 bis 2015 Mitglied der Expertenkommission Stärkung von Investitionen in Deutschland. Zuvor gehörte sie der Economic Advisory Group on Competition Policy der Generaldirektion Wettbewerb der Europäischen Kommission an. Seit 2001 ist Monika Schnitzer außerdem Mitglied des wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Im Januar 2023 übernahm sie den Ko-Vorsitz des Deutsch-Französischen Rates der Wirtschaftsexperten.

Monika Schnitzer wurde 2008 zum Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften gewählt, 2016 zum Mitglied der Academia Europaea und seit 2022 ist sie Ordentliches Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina (Nationale Akademie der Wissenschaften). Seit 2008 ist sie Fellow der European Economic Association. Von 2015 bis 2016 war sie Vorsitzende des Vereins für Socialpolitik, der Vereinigung deutschsprachiger Ökonomen. Sie wurde 2005 mit dem Bundesverdienstorden am Bande und 2012 mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.
-----------------------
[*/quote*]


Prof. Dr. Dr. h.c. Monika Schnitzer:
"'Warum sollten die Babyboomer das nicht unter sich ausmachen?' Sie sind es doch, die einen Teil des Generationenvertrags nicht eingehalten haben. Sie haben zu wenige Kinder bekommen, die für ihre eigenen Renten hätten aufkommen können."


Der "Focus" schreit es als Titelzeile heraus:

https://www.focusplus.de/wirtschaft/schnitzer-babyboomer-haben-generationenvertrag-gebrochen-3689

[*quote*]
-----------------------
Focus Plus

Wirtschaftsweise zur Rente
"Die Babyboomer haben den Generationenvertrag gebrochen"

29.07.2025, 11:15

Die Gefahr ist groß, dass vom "Herbst der Sozialreformen" nur ein Reförmchen bleibt, warnt Monika Schnitzer gegenüber FOCUS MONEY und erläutert, welche Reformen bei Rente und Gesundheit dringend eingeleitet werden müssen.

Von Heike Bangert
-----------------------
[*/quote*]


Die Behauptung, die Babyboomer hätten den Generationenvertrag gebrochen, indem sie zu wenig Kinder bekommen hätten, zeugt von einer so unglaublichen Dummheit, Dreistigkeit und Niedertracht, daß man meinen könnte, man wäre direkt im Bundestag. Aber so weit weg davon sind wir ja nicht...

Klipp und klar: Die Erde gibt nicht mehr so viel Rohstoffe her - sie KANN so viele Menschen nicht auf Dauer ernähren. Die Bevölkerung MUSS kleiner werden, je schneller, desto besser. Dahinter stehen ganz klare Fakten. Mehr Kinder zu bekommen ist eine Idiotie. Und es war schon die ganze Zeit eine Idiotie!


Fangen wir damit an, wer überhaupt die "Babyboomer" sind. Einige Quellen reden von "1946 bis 1964". Das empfinde ich als "etwas wirr".

"DemokratieWEBstatt - Ein Angebot des österreichischen Parlaments zur politischen Bildung" schreibt dazu:

https://www.demokratiewebstatt.at/thema/jung-und-alt/miteinander-gross-werden/my-generation

Generation          Geburtsjahre
68-er Generation    1940 - 1955
Baby Boomer        1955 - 1970
Generation X        1970 - 1985
Generation Y        1985 - 2000
Generation Z        2000 - 2015



Nach meiner Erinnerung waren die 1968-er diejenigen, die "damals" auf die Barrikaden gingen. Das war vor meiner Zeit. Die 68-er waren die Wilden vor uns. Wir waren die Braven. Und, wie ein Klassenkamerad sagte, wartete er darauf, korrumpiert zu werden. Wie ernst er das nahm, weiß ich nicht. Auf jeden Fall meinte er, links zu sein. Nun ja...

Was hat die Generation "Baby Boom" gemacht? Wieviel "Baby Boomer" gibt es überhaupt, daß sie als solche große Masse bezeichnet werden? 

In der Web-Site des Statistischen Bundesamts gibt es einen Text mit mehreren statistischen Grafiken:

Olga Pötzsch, Felix zur Nieden:
"Die Babyboomer: auf dem Gipfel der demografischen Welle"
https://www.destatis.de/DE/Methoden/WISTA-Wirtschaft-und-Statistik/2024/01/die-babyboomer-012024.pdf?__blob=publicationFile

Dort heißt es:

[*quote*]
-----------------------
Wer gehört zu den Babyboomern?

Der Begriff der Babyboomer ist nicht eindeutig defi-
niert. Im 20. Jahrhundert wurden so die zahlenmäßig
stark besetzten Jahrgänge bezeichnet, die während des
Geburtenanstiegs nach dem Zweiten Weltkrieg zur Welt
gekommen sind. Besonders ausgeprägt und lang anhal-
tend war der Geburtenanstieg in Australien, Kanada,
den Vereinigten Staaten von Amerika und Neuseeland.

Auch Frankreich, das Vereinigte Königreich und Norwe-
gen erlebten einen deutlichen Anstieg der Geburten.

Daneben gab es in Europa Länder ohne Babyboom in
der Nachkriegszeit, etwa Griechenland, Spanien oder
Italien
(Vishnevsky und andere, 2006).

Je nach Land und Forschungsfrage werden zu den Baby-
boomern teilweise unterschiedliche Jahrgänge gezählt.

Oft wird die Abgrenzung des Census Bureau für die Ver-
einigten Staaten zitiert, die sich auf die Jahrgänge von
1946 bis 1964 erstreckt.
-----------------------
[*/quote*]


Ganz offensichtlich spielt das Staatssystem eine Rolle, vor allem aber die wirtschaftliche Situation. Die war in Griechenland, Spanien oder Italien eine andere als in Deutschland. Wobei Deutschland in Deutschland West und Ostzone (später "DDR" geheuchelt) geteilt war.

in dieser Grafik sieht man einen bemerkenswerten Unterschied: die Frauen iim Osten bekamen pro Frau mehr Kinder als im Westen. Frauen als Produktionsmaschine kamen dem Sozialismus sehr gelegen, so oder so.




In dieser Grafik sieht man einen anderen Schnitt:



Auf den ersten Blick nicht erkennbar: es sind die Alter der gebärenden Frauen zum Zeitpunkt der Geburt (meist wurde bei solchen Statistiken nur das erste Kind berücksichtigt).

Die Maxima der Kurve sind die Alter, in dem die meisten Kinder geboren wurden. Und dann, genau hinsehen, sieht man anhand der Farben, wie dieses Alter von 1957 bis 1974 sich ändert: die Frauen gebären später.

In der folgenden Grafik aus dieser Schrift

https://www.sozialpolitik-aktuell.de/files/sozialpolitik-aktuell/_Politikfelder/Bevoelkerung/Datensammlung/PDF-Dateien/abbVII4.pdf

Sieht man diese Änderung in einem noch einmal anderen Schnitt:




Da sieht man das Verbrechen: ab ungefähr 1975 sind die Frauen bei der Geburt des ersten Kindes immer älter, die Kurve steigt steil an.

Die Verbrecher sind entlarvt. Es sind die Frauen!

Allerdings wird es schwer zu erklären sein (in der Logik der angeblichen Wirtschaftweisen), warum die folgenden Generationen noch weiter verzögern und noch weniger Kinder kriegen. Wenn schon die Babyboomer solche Verbrecher sind, was sind dann erst die Nachfolgenden!?


Im folgenden Bild sieht man (so interpretiere ich das) die Zahl der Kinder pro Frau:




Im Durchschnitt muß eine Frau 2 Kinder bekommen, damit die Bevölkerungszahl konstant bleibt. Sinkt die Zahl unter zwei, nimmt die Bevölkerung ab. Das ist genau das, worüber Elon Musk und andere Verirrte seit einiger Zeit bei Twitter (und auch woanders) jammern, daß die Menschheit aussterben würde. Wenn man von Biologie und Natur keine Ahnung hat, sollte man lieber sein vorlautes Mundwerk halten. 8 Milliarden Menschen sind zuviel. Die Erde kann soviel nicht auf Dauer ernähren. Es geht nicht!


Im folgenden Bild ist wieder ein anderer Schnitt. Man erkennt, daß zur Zeit der Geburt der Babyboomer ein leichter Anstieg der Zahl der Kinder pro Frau war. Auch in den deutschen Erfolgsjahren vor dem 2. Weltkrieg gab es einen solchen Anstieg: Produktion > 2 Kinder pro Frau.




Und nun? Was jetzt!?

Die Babyboomer wurden geboren. Das ist ihnen passiert. Sie wurden gar nicht erst gefragt, sondern man hat sie gemacht und in die Welt gesetzt.

Was haben die Babyboomer getan, nachdem sie auf der Welt waren? Sie haben sich der Situation angepaßt und gesehen, wie die Welt ist (gefährlich und verdorben), und haben versucht, wie alle Generationen davor, zu überleben.

UND DANN kommen sogenannte "Wirtschaftweisen" und werfen den Babyboomern vor, einen (nicht existenten) Vertrag gebrochen zu haben. Sie, die Babyboomer, hätten mehr Kinder produzieren müssen.

Aber, das ist das Verbrechen, das haben die Babyboomer eben nicht gemacht. Und deshalb, weil die Nachfolgegenerationen sich nicht um ihr Vorgänger (Eltern, Großeltern, Urgroßeltern) kümmern wollen, müßten die Babyboomer sich eben selbst um sich kümmern:

Zitat Prof. Dr. Dr. h.c. Monika Schnitzer:

"'Warum sollten die Babyboomer das nicht unter sich ausmachen?' Sie sind es doch, die einen Teil des Generationenvertrags nicht eingehalten haben. Sie haben zu wenige Kinder bekommen, die für ihre eigenen Renten hätten aufkommen können."


Wenn also jemand den Generationenvertrag bricht, dann sind es NICHT die Babyboomer, sondern deren Nachfolger. DIE weigern sich doch, eine Leistung zu erbringen für ihre Vorgänger. Man muß sich freuen, daß nicht noch Euthanasie gefordert wird. Genug Beispiele in Science-Fiction-Geschichten gibt es bestimmt.

Wobei man auch etwas ganz anderes endlich auf den Tisch legen muß: die Plünderungen der Rentenkassen für sachfremde Zwecke, begangen dürch frühere Regierungen.

Und noch etwas anderes muß endlich, und radikal, geklärt werden: Wie es angehen kann, daß eine geldgierige Wirtschaft Millionen "Asylanten" und andere Eroberer in das Land holt, sogar mit Flugzeug, die zum Teil nobelst unterbringt, während die vorhandene Bevölkerung immer mehr den Bach runter geht (eben nicht nur die Babyboomer, die nun als Sündenbock geopfert werden sollen), sondern ALLE.

Was sich hier als "Weisheit" und "Weise" kapriziert, ist weder weise noch sonstwie in auch nur irgendeiner Art und Weise sozial oder gerecht, sondern übelster Vulgärstkapitalismus, Feudalfaschismus und Ausbeutung der Bürger. Aber was soll man auch von einem Politiksystem erwarten, das seine gesamten Bürger, 84 Millionen Menschen, von einem Virus umbringen läßt und den Menschen sogar ohne jede Not lebenswichtige Schutzmaßnahmen verbietet, allen voran den Kindern?

Ganz ernsthaft: Diejenigen, die den Babyboomern vorwerfen, sie hätten sich um ihre Vermehrung kümmern müssen, hätten mehr Kinder für die Rente produzieren müssen, das sind diejenigen, die jetzt die jetzigen Kinder über die Planke gehen lassen, und das ganz bewußt.

Wer würde es diesen Kindern verdenken, wenn die ernsthaft über Euthanasie nachdenken? Gründe dafür werden ihnen von den jetzigen Ausbeutern wahrlich genug gegeben.

AribertDeckers

#1
22.8.2025
Der Baby-Boomer-Wahn des Marcel Fratzscher


Drei Wochen nach dem Ausbruch der intellektuellen Tiefstleister (euphemistisch "Wirtschaftsweise" genannt) steht ein "Ökonom" auf der Matte der Leistungsverweigerer: Marcel Fratzscher.

Er behauptet:

https://www.spiegel.de/wirtschaft/marcel-fratzscher-fordert-verpflichtendes-soziales-jahr-fuer-alle-rentner-a-b15c760f-3184-4566-8585-88d8e33fa96b#ref=rss

[*quote*]
-----------------------
    Wirtschaft

    Marcel Fratzscher fordert »verpflichtendes soziales Jahr für alle Rentner«

[Ökonom Fratzscher: »Ich sehe mich selbst als Teil dieser Generation« - Steffen Jaenicke / DER SPIEGEL]

DIW-Chef Fratzscher über Generationengerechtigkeit
»Wir sollten ein verpflichtendes soziales Jahr für alle Rentner einführen«

Der Ökonom Marcel Fratzscher warnt: Die Babyboomer haben den Generationenvertrag gebrochen und wollen die Kosten auf die Jungen abwälzen. Er verlangt neue Gesetze, um die Alten stärker in die Pflicht zu nehmen.

Ein Gespräch von Benjamin Bidder und Florian Diekmann
22.08.2025, 10.07 Uhr • aus DER SPIEGEL 35/2025
[...]
-----------------------
[*quote*]


Ein Fötus, der nichts zu melden hat, nicht einmal über seine Existenz etwas zu melden hat, wird geboren und damit Teil der Erdbevölkerung. Ohne Willen, ohne Wissen, ohne jede Absicht. Es wird ihm angetan. Er wird von einer biologischen Maschine, genannt Mutter, produziert, und kämpft nun um sein Überleben.

Verträge hat er keine unterschrieben, er weiß noch nicht einmal etwas davon. Er kann ja nicht einmal sprechen, geschweige denn lesen.

In genau diesem Zustand ist das Werkstück, das sich die katholische oder die evangelische Kirche aneignet, indem sie die Eltern (oder angebliche "Erziehungsberechtigte") durch sozialen oder wirtschaftlichen oder politischen Druck, notfalls auch Waffengewalt (die menschliche Geschichte war darin sehr erfindungsreich) zwingt, den neuen Menschen der Kirche als Sklave zu übereignen durch eine rituelle Besitzübergabe, "Taufe" genannt.

Der nunmehr Sklave wird zwangsverpflichtet, ohne von alledem etwas zu wissen. Aus seinem Sklavendasein ´herauskommen? Unmöglich, die ihn besitzende Sklavenhalterorganisation hat sich die Nutzungsrechte durch den von ihr gesteuerten "Staat" vertraglich bescheinigen lassen - jede Gegenwehr wird im Keim erstickt und gilt als unentschuldbares Verbrechen, als tödliche Sünde vor einem (von ihr selbst erfundenen) "obersten Wesen", genannt "Gott".

Erst in den letzten Jahren ist es gelungen, diese Fesseln so weit zu öffnen, daß ein Mensch aus dieser Sklavenhaltung entweichen kann. Aber nicht ganz, denn in seinem Personalausweis steht immer noch seine Taufe und der jeweilige Sklavenbesitzer.

Die heutige Wirtschaftssituation beiseite lassend kann man zeigen, daß die Sklavenhaltung durch Geburt tausende Jahre zurück reicht. Die Kirchen sind darin Experten, sie haben dafür sogar ihre eigenen Universitäten. Mangelndes Wissen und mangelnde Erfahrung darüber kann also niemand behaupten.


Und nun, heute, 80 Jahre nach Ende des letzten Weltkriegs, kommen Erbsenzähler und melden, daß die Wirtschaft mit der durch sie (und der von ihr gesteuerten Politik) verursachten Situation nicht mehr genug Profit abwirft. Der Produktionsfaktor Mensch sei nach Ende seiner Nutzungszeit unnütz. Und daran sei er höchstselbst schuld. Er hätte ja für ausreichend neue Menschen als Produktionsmaschinen sorgen können. Er habe, so die "Weisen" und die Erbsenzähler, seinen Vertrag gebrochen, indem er der Pflicht zur Massenreproduktion nicht ausreichend nachgekommen sei.

Echte Betriebswirtschaftler und Biologen wissen, daß ein Rohstoff nur so lange genutzt werden kann, wie er vorhanden ist. Und sie wissen, daß der Mensch, von dem es inzwischen mehr als 8 Milliarden Exemplare auf der Erde gibt, die Rohstoffvorräte der Erde so sehr geplündert hat, daß sie teilweise nicht nur erschöpft sind, sondern auch die übrige Natur nicht mehr überleben kann.

Die Erde ist abgewirtschaftet und eine Ausweichmöglichkeit gibt es nicht. Es gibt kein Rettungsboot.

Anders gesagt: Es kann kein endloses Wachstum geben. Was Fratzscher und die anderen Gierhälse wollen, ist aber endloses Wachstum.

Die Behauptung, die Baby-Boomer hätten mehr Kinder produzieren müssen, ist falsch und ungeheuerlich dumm. Lebensgefährlich dumm.

Die Behauptung, die Baby-Boomer hätten den Generationen-Vertrag gebrochen (Welchen eigentlich!? WO SIND DIE PAPIERE!?), zeigt genau den gleichen Sklavenbesitz-Anspruch wie man ihn von den Kirchen kennt.

Das Verhalten der "Weisen" - und nun auch Fratzscher's - ist in mehr als einer Hinsicht kriminell.

Fratzscher's Behauptung, die Baby-Boomer "wollen die Kosten auf die Jungen abwälzen", ist eine unverschämte Lüge. Hat der in die Welt produzierte neue Mensch denn irgendeinem "Generationen-Vertrag" zugestimmt? Nein, man hat ihm den mit einer Eisenkette umgehängt, Sklaven haben nichts zu melden. Und nun sollen die Baby-Boomer Kosten abwälzen wollen? Wie denn? Die Menschen haben nichts zu melden. Die Sklavenhalter haben die Macht - und sie entscheiden. Fratzscher begeht also auch noch eine Täter-Opfer-Umkehr.

Wie tief kann so Einer denn noch sinken?


Wie extrem kriminell die Drahtzieher sind, kann man auch daran sehen, daß sie "einfach so" neue Produktionsmenschen ins Land holen (sogar per Flugzeug). Irgendwann werden die in die Produktion und die Wirtschaft hineingehen, und dann wird der Rubel wieder und weiter rollen. Hauptsache ist doch einzig und allein, daß die Machthaber, die Oligarchen, immer schön oben schwimmen und versorgt sind. Daß die Erde dabei erst recht vor die Hunde geht und die gesamte Erdoberfläche vernichtet wird, wen interessiert das schon, sie doch nicht. "Nach uns die Sintflut!"

Perversion in Reinkultur.


Als ich den obigen Text schrieb, dachte ich, ich sei fertig. Doch jetzt entdecke ich, daß Fratzscher schon länger einer der Komplizen der Oligarchie ist. Das Zitat aus dem Jahr 2016 ist aus juristischen Gründen ungekürzt:

https://www.welt.de/wirtschaft/article153220547/DIW-Chef-Fratzscher-Fluechtlinge-werden-Renten-der-Babyboomer-zahlen.html

[*quote*]
-----------------------
    Home
    Wirtschaft
    DIW-Chef Fratzscher: "Flüchtlinge werden Renten der Babyboomer zahlen"

Ökonom Fratzscher
"Flüchtlinge werden Renten der Babyboomer zahlen"
Von Bettina Markmeyer
Veröffentlicht am 12.03.2016

Die Ausgaben für Flüchtlinge wirken laut dem Präsidenten des Instituts für Wirtschaftsforschung wie ein Konjunkturprogramm. Der Arbeitsmarkt sei bereit für Flüchtlinge. Die Probleme? Liegen woanders.

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, warnt davor, angesichts der Flüchtlinge im Land den Eindruck zu erzeugen, für Einheimische würden Wohnungen, Arbeit oder Ausbildungsplätze knapp. "Die Hochstilisierung eines Verteilungskampfes ist absolut fatal und der größte Fehler, den die Politik begehen kann", sagte Fratzscher dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Berlin.

Deutschland stehe besser da als jemals, um diese Herausforderung zu bestehen. ,,Der Arbeitsmarkt ist hervorragend aufgestellt: Wir haben eine Million freie Stellen", sagte Fratzscher. Der Ökonom verwies darauf, dass bis zum Jahr 2030 fünf Millionen Berufstätige aus den geburtenstarken Jahrgängen in Rente gehen: "Viele der Geflüchteten werden die Renten der Babyboomer zahlen." In den vergangenen Jahren seien in Deutschland rund drei Millionen neue Jobs entstanden. Die Hälfte sei an Menschen mit Migrationshintergrund gegangen: "Wir haben immer wieder gezeigt, dass wir integrieren können", sagte Fratzscher. Etwa ein Viertel der Geflüchteten sei gut qualifiziert. In diesem Jahr könnten bis zu 100.000 Menschen in Arbeit gebracht werden.

Die Zahl der nach Deutschland einreisenden Flüchtlinge hat in den vergangenen Tagen durch die Schließung der Balkanroute deutlich abgenommen. Unterdessen treibt Österreich Planungen für Kontrollen an weiteren Grenzübergängen voran. Es sei davon auszugehen, dass die Flüchtlinge nach der Schließung der Balkanroute versuchen würden, auf andere Routen auszuweichen, sagte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner der "Welt am Sonntag". Die Situation an der griechischen Grenze bei Idomeni bleibt unterdessen angespannt. Derzeit harren 12.000 Menschen in dem Lager aus - in der Hoffnung, irgendwann Richtung Nordeuropa weiterreisen zu können. Die griechische Regierung versucht, die Menschen mit Bussen nach Athen oder andernorts zu bringen, um die Lage zu entschärfen.

"Langsame Bürokratie" als entscheidendes Integrations-Problem

Fratzscher, der zu den führenden deutschen Wirtschaftswissenschaftlern zählt, hatte im vergangenen Jahr eine Studie veröffentlicht, wonach der ökonomische Nutzen durch die Zuwanderung von Flüchtlingen langfristig höher ist als die Kosten. Er plädiert dafür, die Ausgaben des Staates nicht ausschließlich als Kosten, sondern als Investitionen anzusehen, die auf längere Sicht Wirtschaft und Gesellschaft zugutekommen.

Zwar seien die Ausgaben in diesem Jahr mit voraussichtlich rund 15 Milliarden Euro hoch, räumte Fratzscher ein. Die Summe entspreche etwa 0,5 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung. Doch seien das Gelder, "die wie ein Konjunkturprogramm wirken". Nicht die Finanzierung und der Arbeitsmarkt seien die entscheidenden Probleme bei der Integration, sondern "die langsame Bürokratie". Er forderte "quantifizierbare Ziele für die Integration, damit die Politik Rechenschaft ablegen muss".

Der 45-jährige DIW-Chef will am Montag gemeinsam mit dem Präsidenten des Europäischen Parlaments, Martin Schulz (SPD), und Finanz-Staatssekretär Jens Spahn (CDU) sein Buch "Verteilungskampf" vorstellen. Die Ungleichheit in Deutschland verschärfe die Ängste gegenüber Flüchtlingen, argumentiert Fratzscher: "Es gibt kaum ein Land in Europa, in dem die Chancen so ungleich verteilt sind."

Zahl der in Deutschland lebenden Flüchtlinge unklar

Die Zahl der Flüchtlinge in Deutschland ist nach Informationen der in Berlin erscheinenden "taz" weniger stark gestiegen als angenommen. Von Ende 2014 bis Ende 2015 sei die Zahl um knapp 600.000 Menschen angewachsen. Dem gegenüber stünden Angaben des Bundesinnenministeriums, wonach 2015 eine Million Menschen als Flüchtlinge in Deutschland registriert wurden. Die Diskrepanz erkläre sich aus Doppelzählungen sowie weitergereisten, abgeschobenen und zurückgekehrten Flüchtlingen, schreibt das Blatt in seiner Samstagausgabe unter Berufung auf Einschätzungen der Linkspartei.

Nach aktuellen Angaben der Bundesregierung lebten Ende 2015 insgesamt 950.000 Menschen als Flüchtlinge mit unterschiedlichem Schutzstatus in Deutschland, schreibt die "taz"". Diese Zahl basiert auf einer Kleinen Anfrage der Linkspartei im Bundestag. Hinzu kämen demnach rund 300.000 Menschen, die laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) an der Grenze als Flüchtlinge registriert wurden, aber bis Ende 2015 noch keinen Asylantrag stellen konnten. Ende 2014 lebten laut Bundesregierung bereits 627.000 Geflüchtete im Deutschland, sodass die Zahl laut dem Zeitungsbericht im vergangenen Jahr also um knapp 600.000 gestiegen sei.

epd/nago
-----------------------
[*/quote*]


Wie nennt man das? "Hurra-Patriotismus" wäre eine passende Umschreibung. Inhaltlich sind die Aussagen Fratzschers völlig falsch. Wie man heute sehen kann, sind die Migranten (damals als WIRTSCHAFTLICH notwendig!) als Wirtschaftsmotor beworben worden, obwohl sie angeblich POLITISCH Verfolgte sind. Aber Flüchtlinge waren sie dann doch nicht. Alle anderslautenden Aussagen sind Lügen. Daß die Migranten die Renten für die Baby-Boomer zahlen, man sehe sich Fratzschers jetzige Aussagen an, ist ebenfalls nicht wahr. Und es war schon damals nicht wahr. Und es war schon damals klar zu sehen, daß es nicht wahr ist.

Und heute? Heute hetzt Fratzscher, die Baby-Boomer seien selbst schuld. Daß er mit seinem Einpeitschen für mehr Import von Migranten die wirtschaftliche Notlage des Staates erheblich mitverursacht hat, wird er kaum zugeben. Was wird er als neue Notlüge bringen?


Fratzscher 2016: "Viele der Geflüchteten werden die Renten der Babyboomer zahlen."

Das ist eine unentschuldbare Lüge. Daß seine damalige Behauptung falsch war und ist, steht außer Frage.


Am Abend des 19. Dezember 2016 steuerte der Tunesier Anis Amri einen mit etwa 25 Tonnen Baustahl beladenen LKW in den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz und ermordete 13 Menschen.

Die Bundeszentrale für politische Bildung schreibt dazu:

https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/344771/vor-fuenf-jahren-islamistischer-anschlag-auf-berliner-weihnachtsmarkt/

[*quote*]
-----------------------
kurz&knapp
Hintergrund aktuell

Vor fünf Jahren: Islamistischer Anschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt

14.12.2021

Am 19. Dezember 2016 tötete ein islamistischer Attentäter zwölf Menschen auf dem Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz. Der Attentäter war den Behörden bekannt. Ein Untersuchungsausschuss des Bundestages versuchte aufzuklären, warum der Anschlag dennoch nicht verhindert wurde.
[...]
Am 19. Dezember 2016 fuhr der islamistische Attentäter Anis Amri mit einem LKW in den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz. Er tötete 12 Menschen, fast 170 wurden verletzt, teils schwer. Ein weiteres Opfer starb im Oktober 2021 an den Langzeitfolgen seiner Verletzungen.

Zuvor hatte Amri in Berlin einen polnischen Lastwagenfahrer erschossen. Mit dessen LKW fuhr er gegen 20 Uhr in den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Der Sattelschlepper erfasste zahlreiche Menschen, bis das Fahrzeug nach 60-80 Metern zum Stehen kam. Der Attentäter flüchtete vom Tatort und schließlich ins Ausland. Am 23. Dezember wurde Amri bei einer Polizeikontrolle in Norditalien erschossen. Bereits am Folgetag des Anschlags reklamierte die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) diesen für sich.

Europa wurde vermehrt Ziel islamistischer Anschläge

Auch andere europäische Staaten waren in den Vorjahren zum Ziel islamistischer Terroranschläge geworden. In Frankreich begann mit dem Attentat auf die Satirezeitschrift ,,Charlie Hebdo" am 7. Januar 2015 eine Reihe von Terroranschlägen. Am 13. November desselben Jahres töteten islamistische Attentäter in mehreren Attentaten über 130 Menschen in Paris und dem Vorort Saint Denis. Es war der bis dahin schwerste Terroranschlag des Landes. Am 14. Juli 2016, dem französischen Nationalfeiertag, wurde in Nizza ein islamistischer Anschlag mit einem Lastwagen verübt. Der Attentäter steuerte den LKW an der Strandpromenade von Nizza ungebremst in eine Menschenmenge, die ein Feuerwerk beobachten wollte. 86 Menschen starben, mehr als 200 wurden zum Teil schwer verletzt.

In der belgischen Hauptstadt Brüssel wurden bei einer Anschlagsserie am 22. März 2016 mindestens 34 Menschen getötet und 340 verletzt. Zu den Attentaten im Flughafen und an einer Metrostation bekannte sich der IS.

Auch in Deutschland ereigneten sich 2016 bereits vor dem Breitscheidplatz-Anschlag mutmaßlich islamistisch motivierte Terrorakte – so etwa in Hannover, Würzburg und Ansbach.

-----------------------
[*/quote*]


Die "Migranten" waren und sind alles andere als friedlich. Sie waren und sind extrem gewalttätig. Trotzdem behauptete Fratzscher damals:

Fratzscher 2016: "Viele der Geflüchteten werden die Renten der Babyboomer zahlen."

Wie nennt man eigentlich einen Wirtschaftsdemagogen? Gibt es dafür schon einen Fachbegriff?