2.9.2026
Die Machtergreifung der gierigen Hände der 'Präsidentin' von der Leyen
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Rede von Präsidentin: ,,La Rencontre des Entrepreneurs de France 2026"
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Rede 27.08.2026 Paris min read
Rede von Präsidentin von der Leyen auf der Jahrestagung französischer Unternehmen ,,La Rencontre des Entrepreneurs de France 2026"
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Sehr geehrter Herr Präsident des MEDEF, lieber Patrick Martin,
sehr geehrter Herr Exekutiv-Vizepräsident, lieber Stéphane Séjourné,
sehr geehrte Ministerinnen und Minister,
sehr geehrte Abgeordnete,
meine sehr verehrten Unternehmerinnen und Unternehmer,
sehr geehrte Damen und Herren,
,,Der Sieg gehört dem Beharrlichsten." Dieses Motto von Roland Garros, das hier über dem Center Court prangt, bringt zum Ausdruck, was Unternehmergeist bedeutet. Und diese Beharrlichkeit brauchen Sie umso mehr in einer Welt, in der es keine Gewissheiten mehr gibt. In der sich die Spielregeln geändert haben. Lange Zeit konnte das europäische Wirtschaftsmodell auf einige Grundfesten bauen. Günstige Energie aus dem Ausland. Offener Welthandel. Wachsender Zugang zum chinesischen Markt. Strategischer Schutz durch Amerika. Und Überlegenheit der westlichen Technologien. Diese Grundfesten wurden eingerissen. Und was sich auch geändert hat: Es ist teurer geworden, unsere Trümpfe in Investitionen, Produktion und Wachstum umzumünzen. Denn unsere Unternehmen müssen mit mehreren Schocks gleichzeitig klarkommen. Teurere Energie. Ein fragmentierter Binnenmarkt. Komplexe Vorschriften. Und Konkurrenz, die nicht immer fair spielt. Deshalb müssen Ihnen kurzfristig wieder Investitionsspielräume eröffnet werden. Und langfristig dafür sorgen, dass Innovation, Produktivität und Upscaling nachhaltige Triebfedern für europäisches Wachstum werden.
Mario Draghi hat den Weg vorgezeichnet, dem wir folgen wollen. Dabei ist klar, worum es uns geht: Europa zu einem Kontinent machen, der produziert, investiert und schützt. Um die industriellen Fähigkeiten wieder ins Zentrum unseres Handelns zu rücken. Um die Absatzmöglichkeiten zu schaffen, die Unternehmen brauchen, damit sie investieren können. Und um Offenheit als Instrument der Stärke zu verstehen, beruhend auf Gegenseitigkeit, Gerechtigkeit und dem Schutz unserer Interessen. Frankreich hat viel zu dieser Entwicklung beigetragen. Was unser Bedürfnis nach Unabhängigkeit betrifft. Die Industriepolitik. Den Nuklearbereich. Die Elektrifizierung. Künstliche Intelligenz. All dies ist der Beitrag Frankreichs. Europa sorgt in all diesen Bereichen für die Größenvorteile, die wir brauchen. Denn keine dieser Schlachten kann von einem Land allein gewonnen werden. Deshalb müssen wir als Europäerinnen und Europäer alle Hebel nutzen, die heute über unsere Wettbewerbsfähigkeit entscheiden.
Sehr geehrte Damen und Herren,
die erste Baustelle sind die Wettbewerbsvorschriften und -bedingungen. Europäische Unternehmen dürfen nicht doppelt benachteiligt werden: einmal durch zu komplexe Vorschriften und dann noch einmal durch Konkurrenten, die nicht dieselben Kosten tragen müssen. Wir müssen also die Bedingungen für einen fairen Wettbewerb wiederherstellen und vereinfachen. Unser Ziel ist es, die Verwaltungskosten bis 2029 für alle Unternehmen um 25 % und für KMU um 35 % zu senken. Die zwölf Omnibus-Pakete sollen jährlich rund 17 Mrd. EUR an Einsparungen bringen. Über sechs Pakete wurde bereits eine Einigung erzielt. Dadurch können Einsparungen in Höhe von 6 Mrd. EUR erzielt werden. Die anderen Pakete müssen nun jedoch rasch folgen. Außerdem werden wir den gesamten europäischen Besitzstand überprüfen. Dopplungen streichen. Meldepflichten verringern. Genehmigungsverfahren beschleunigen. Vorschriften von Anfang an einfacher gestalten. Und all diese Anstrengungen werden nur Früchte tragen, wenn die Mitgliedstaaten bei der Umsetzung entschlossen gegen nationale Überregulierung vorgehen. Es geht um das berühmt-berüchtigte ,,Gold-Plating". Der Erfolg hängt davon ab, dass wir alle auf allen Ebenen zusammenarbeiten.
Doch dieses Streben nach Vereinfachung muss Hand in Hand gehen mit dem Streben nach fairem Wettbewerb mit ausländischer Konkurrenz. Das gilt insbesondere für unsere Beziehungen mit China. China ist einer unserer großen Wirtschaftspartner. Und wir verfolgen eine klare, konsequente Linie: Risiken minimieren, ohne Verbindungen zu durchtrennen. Doch Partnerschaft heißt nicht, dauerhafte Ungleichgewichte hinzunehmen. Chinesische Unternehmen können bis zu achtmal mehr Subventionen erhalten als vergleichbare Unternehmen in OECD-Ländern. Die europäischen Einfuhren aus China sind in fünf Jahren um 45 % gestiegen, während unsere Ausfuhren nach China zurückgehen. Unser Handelsdefizit mit China beläuft sich inzwischen auf fast eine Milliarde Euro pro Tag. Und zu Beginn dieses Jahres hat es nochmal um 10 % zugenommen. Und dieses Jahr weisen erstmals alle Mitgliedstaaten ein Handelsdefizit auf. Manche Schätzungen gehen davon aus, dass inzwischen mehr als die Hälfte der Industrieproduktion in Europa chinesischer Konkurrenz ausgesetzt ist. Und es geht nicht nur um die Kosten. China kontrolliert wichtige Glieder unserer Lieferketten. Unsere Abhängigkeit liegt bei vielen kritischen Rohstoffen bei über 80 % und bei einigen Seltenen Erden bei über 90 %. Wir haben erlebt, wie diese Abhängigkeiten als Druckmittel genutzt werden können. Deshalb müssen wir gleiche Wettbewerbsbedingungen durchsetzen. Der Dialog mit China muss fortgesetzt werden. Aber er muss auch Ergebnisse liefern. Und wenn Dialog allein nicht ausreicht, müssen wir bereit sein, unsere Instrumente voll auszuschöpfen. Allein im vergangenen Jahr haben wir mehr als 30 neue Handelsschutzuntersuchungen eingeleitet. Das sind fast dreimal so viele wie im historischen Durchschnitt. Mit den Maßnahmen, die wir bereits ergriffen haben, werden mehr als 600 000 Arbeitsplätze in Europa geschützt. Und wir drücken bei den Untersuchungen erheblich aufs Tempo.
Wir müssen auch die Fähigkeiten verteidigen, von denen unsere wirtschaftliche Sicherheit abhängt: kritische Rohstoffe, Batterien, Halbleiter, Cloud-Technologien, Daten und sensible Technologien. Unser Markt bleibt offen. Aber Offenheit setzt Sicherheit, Fairness und Gegenseitigkeit voraus, sehr geehrte Damen und Herren.
Die zweite Baustelle ist die Finanzierung unserer Volkswirtschaften. Europa fehlt es weder an Technologien noch an Ersparnis. Was noch fehlt, ist die Fähigkeit, seinen Unternehmen zu Wachstum zu verhelfen. Zu viele Projekte bleiben auf der Strecke, weil die Erstinvestition zu riskant, die Nachfrage zu ungewiss oder Kapital zu teuer ist. Unsere Unternehmerinnen und Unternehmer wissen, wie man in Europa gründet. Aber sie müssen hierzulande auch wachsen können. Allzu oft suchen sie die Finanzierung, die ihnen fehlt, woanders. Sie verlagern ihren Schwerpunkt. Oder werden aufgekauft. Natürlich werden wir die nötige Kraftanstrengung nicht allein aus öffentlichen Mitteln finanzieren. Doch Europa hat Ersparnis. Leider ist diese Ersparnis träge. 10 Billionen EUR liegen heute auf Sparkonten privater Haushalte. Und ein Großteil der europäischen Ersparnis wird außerhalb Europas angelegt. Europa muss diese Ersparnis jetzt zum Vorteil seiner Unternehmen nutzbar machen. Das ist das Ziel der ,,Spar- und Investitionsunion". Wir haben die Vorschläge auf den Tisch gelegt: zu Verbriefungen, zu den Anlagen von Banken und Versicherungen, zur Integration unserer Märkte und zur Aufsicht. Zusammen können dadurch bis zu 470 Mrd. EUR an zusätzlichen Investitionen freigesetzt werden. Jetzt gilt es, bis Ende des Jahres eine Einigung zu erzielen. Am besten unter allen 27 Mitgliedstaaten. Wenn dies aber nicht funktioniert, dann machen wir es nötigenfalls mit denen, die dazu bereit sind.
Sehr geehrte Damen und Herren,
auch im Hinblick auf den EU-Haushalt müssen wir mehr tun. Der nächste Haushalt wird das finanzielle Fundament unserer Unabhängigkeit sein. Mit mehr als 450 Mrd. EUR aus dem ,,Europäischen Fonds für Wettbewerbsfähigkeit" und dem Programm ,,Horizont Europa" werden wir jeden Schritt unterstützen – von der Forschung zur Innovation. Vom Labor zum Unternehmen. Vom ersten Prototyp zur industriellen Produktion. Europa kann keine neuen Ziele verfolgen, ohne sich die Mittel zu deren Finanzierung an die Hand zu geben.
Die dritte Baustelle ist der Binnenmarkt. Er ist unser größter wirtschaftlicher Trumpf. Aber bei Dienstleistungen, Energie, Telekommunikation, Finanzen und Digitales ist er nach wie vor unvollendet. Interne Hemmnisse im Binnenmarkt kommen Zöllen von bis zu 45 % auf Waren und 110 % auf Dienstleistungen gleich. Das würden wir von Handelspartnern niemals akzeptieren. Und doch nehmen wir das innerhalb Europas immer noch hin. Also müssen wir die Arbeit, die vor mehr als 30 Jahren begonnen hat, zu Ende bringen. Und ein Projekt möchte ich ganz besonders hervorheben: Das 28. Regime und EU Inc. Ein europäischer Unternehmer sieht sich heute mit 27 Rechtsordnungen und mehr als 60 Gesellschaftsformen konfrontiert. Mit EU Inc. kann ein Unternehmen innerhalb von 48 Stunden gegründet werden. Für weniger als 100 Euro. Komplett online. Ohne Mindestkapital. Und zwar innerhalb eines einheitlichen Rahmens, der in der gesamten Union gilt. Und so werden wir – 30 Jahre nach Jacques Delors – das Versprechen vom Binnenmarkt einlösen, sehr geehrte Damen und Herren.
Auch unsere Wettbewerbspolitik muss eine neue Dimension erreichen. Zum ersten Mal seit über 20 Jahren überarbeiten wir unsere Fusionsvorschriften grundlegend. Um Investitionen, Innovation, Krisenfestigkeit und den globalen Wettbewerb noch stärker zu berücksichtigen. Und damit unsere Unternehmen in Europa wachsen und weltweit führend werden können. Doch um diese neue Dimension zu erreichen, genügt es nicht, die Regeln anzupassen. Unsere Unternehmen brauchen auch Märkte und Planbarkeit. Genau das ist das Ziel des ,,Industrial Accelerator Act". Vorzug für europäische Unternehmen. Schnellere Genehmigungen für Projekte der Industrie. Pilotmärkte für Stahl, Zement, Aluminium, Autos, Batterien und saubere Technologien. Und ein strategischerer Einsatz von öffentlichen Aufträgen und staatlichen Beihilfen. Und, lieber Stéphane, dieser Rechtsakt trägt auch Deine Handschrift: ein Europa, das mehr investiert, aber auch mehr in Europa selbst produziert. Genau das braucht es, sehr geehrte Damen und Herren. Denn wenn öffentliche Gelder eingesetzt werden, müssen sie auch unseren Prioritäten dienen: einer kohlenstoffarmen Produktion sowie der Krisenfestigkeit unserer Wertschöpfungsketten und der europäischen Industrie. Damit geben wir unseren Unternehmen das nötige Vertrauen, um in Europa zu investieren. Die Industrie investiert, wenn sie einen Markt sieht. Es liegt also an uns, ihr diese Perspektive zu verschaffen.
Schließlich muss der Binnenmarkt auch zu einem echten Markt der Kompetenzen werden. Fast zwei von drei KMU geben an, dass sie die nötigen Fachkräfte nicht finden. Wir müssen mehr in Ausbildungen und Umschulungen investieren. Qualifikationen müssen besser anerkannt werden. Und wir müssen eine ausgewogene und gerechte Arbeitskräftemobilität fördern. Im Herbst werden wir daher ein Paket zur gerechten Arbeitskräftemobilität vorlegen. Damit werden wir die ,,Europäische Arbeitsbehörde" stärken. Wir werden einen europäischen Sozialversicherungspass vorschlagen. Und wir werden die Anerkennung von Kompetenzen und Qualifikationen in der gesamten Union erleichtern.
Die vierte Baustelle ist der Energiesektor. Er ist aktuell der Hauptfaktor, der unsere Wettbewerbsfähigkeit und unsere Unabhängigkeit bremst. Die Preise in Europa sind nach wie vor zwei- bis dreimal so hoch wie in den Vereinigten Staaten und in China. Und mehr als die Hälfte unseres Energieverbrauchs hängt immer noch von fossiler Importenergie ab. Diese Abhängigkeit kommt uns teuer zu stehen. Seit Ausbruch der Krise im Nahen Osten hat sie uns bereits Mehrkosten von über 50 Milliarden Euro verursacht. Dennoch haben wir nicht ein einziges zusätzliches Molekül an Energie erhalten. Deshalb müssen wir in Europa unsere eigene kohlenstoffarme Energie erzeugen. Dank erneuerbarer Energien und der Kernenergie stammen schon heute mehr als 70 % unseres Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen in Europa. Doch Strom macht nach wie vor nur ein Viertel unseres Endenergieverbrauchs aus. Wir müssen daher die Industrie, den Verkehr und den Gebäudesektor schneller elektrifizieren. Genau das ist das Ziel des ,,Aktionsplans für Elektrifizierung", den wir gerade verabschiedet haben. Denn unsere Wirtschaft zu elektrifizieren bedeutet, unsere Importe fossiler Brennstoffe zu reduzieren und unsere Unabhängigkeit zu stärken.
Aber wir können von unseren Unternehmen nicht verlangen, dass sie auf Strom umsteigen, wenn er im Schnitt fast dreimal so viel kostet wie Gas. Wir müssen also Schritt für Schritt die Kosten senken. Zunächst durch mehr langfristige Verträge. Um die Unternehmen vor Preisschwankungen zu schützen. Und ihnen langfristig einen stabilen Preis zu garantieren. Außerdem müssen wir die Netze ausbauen. Im vergangenen Jahr hat die Union mehr als 80 Gigawatt an Kapazitäten aus erneuerbaren Energien geschaffen. Und tatsächlich werden noch Kapazitäten in sechsmal so hohem Umfang ans Netz angeschlossen werden. 10 Terawattstunden Strom aus erneuerbaren Energien gingen mangels Netzen und Speicherkapazitäten verloren. Das entspricht dem Jahresverbrauch von drei Millionen Haushalten. Das darf nicht sein. Wir müssen also: schneller investieren. Die Netzanschlüsse beschleunigen. Die Speicherkapazitäten ausbauen. Und die bestehende Infrastruktur besser nutzen. Vor uns liegt viel Arbeit, aber wir werden sie bewältigen. Denn hier ist große Eile geboten.
Bei der Besteuerung schließlich sollte eine einfache Regel gelten: Strom sollte nicht höher besteuert werden als Gas. Und für die Industrie ist Planbarkeit genauso wichtig wie der Preis. Daher haben wir vorgeschlagen, den europäischen CO2-Markt zu modernisieren. Dabei bleibt unser Ziel dasselbe: CO2-Neutralität bis 2050. Wir geben jedoch der Industrie die Mittel an die Hand, um dies zu erreichen. Wir schlagen vor, die kostenlosen Zertifikate auch nach 2030 für jene Unternehmen, die hierzulande in die Dekarbonisierung investieren, beizubehalten, und so ihre Kosten bis 2030 um fast 10 Mrd. EUR zu senken. Und vor allem werden wir schneller. Ab 2027 können mit einem neuen Investitionsbeschleuniger 30 Mrd. EUR für startbereite Projekte mobilisiert werden. Und mit der Bank zur Dekarbonisierung der Industrie können bis 2030 über 100 Mrd. EUR mobilisiert werden. Wir haben hier eine einfache Prämisse: ein verlässliches Signal zu CO2, ein besserer Schutz gegen die Verlagerung von CO2-Emissionen, eine stärkere Unterstützung für jene, die investieren, und die Zeit, die es braucht, um unsere Industrie zu transformieren. Dabei brauchen wir uns nicht zwischen Klima und Industrie zu entscheiden. Wir machen diesen Übergang zum Motor einer stärkeren europäischen Industrie. Eine Industrie, die hier erfindet, hier produziert und die Märkte von morgen erobert. Das ist es, was wir hier brauchen, sehr geehrte Damen und Herren.
Die fünfte Baustelle ist die künstliche Intelligenz. Künstliche Intelligenz ist ein wirtschaftlicher und technologischer Wettlauf. Sie ist auch einer unserer stärksten Hebel für die Produktivität. Unsere Strategie in zwei Worten: Produzieren und verbreiten. Zunächst zum ,,Produzieren". Europa muss die Schlüsselfähigkeiten beherrschen: Rechenleistung, Halbleiter, Cloud, Daten, Energie und Hochleistungsmodelle. Deshalb mobilisieren wir 20 Mrd. EUR für KI-Gigafabriken. Die erste Ausschreibung wurde mit 77 Vorschlägen aus 16 Mitgliedstaaten und von 60 Standorten beantwortet. Was für eine beeindruckende Nachfrage! Und diesen Sommer haben wir die zweite Ausschreibung veröffentlicht. Und mit dem EU-Rechtsakt über Cloud- und KI-Entwicklung 2 gestalten wir die gesamte Kette robuster, von den Komponenten bis hin zu den Modellen. Denn Europa kann nicht auf andere Mächte zählen, wenn es um die Technologien geht, die seine Fabriken, seine Infrastrukturen und seine Dienste am Laufen halten. Aber Rechenleistung allein reicht nicht. Sie muss in Produktivität münden. Daher müssen wir die künstliche Intelligenz in der gesamten Wirtschaft zum Einsatz bringen. In unseren Fabriken. In unseren Laboren. In unseren Krankenhäusern. In unseren Energienetzen. Im Verkehr. Und bei unseren öffentlichen Dienstleistungen. Unsere Unternehmen führen künstliche Intelligenz bereits mit einer Geschwindigkeit ein, die mit Konkurrenten in den USA vergleichbar ist. Jetzt gilt es, sie im großen Stil einzusetzen. Europa hat die Industrie. Es hat die Forscherinnen und Forscher. Es hat die Daten. Nun muss es daraus einen wirtschaftlichen Vorteil machen.
Die sechste Baustelle ist der Handel. In einer zunehmend zerrissenen Welt ist Offenheit ein wirkmächtiges Instrument. Unsere Handelsabkommen eröffnen unseren Unternehmen neue Märkte. Sie ermöglichen uns eine diversifizierte Versorgung. Sie sichern uns die Rohstoffe und Komponenten, die wir brauchen. Und sie schaffen Alternativen, wenn bestimmte Partner weniger berechenbar werden. Wirtschaftliche Sicherheit ist genau das: Nie von einem Einzelnen abhängig sein. Denn ein unabhängiges Europa ist nicht gleichbedeutend mit einem isolierten Europa. Es ist ein Europa, das die Wahl hat. Der Beweis dafür ist CETA, unser Handelsabkommen mit Kanada. Seit 2017 sind die französischen Warenausfuhren nach Kanada um 45 % gestiegen. Die Exporte an Dienstleistungen haben sich mehr als verdoppelt. Das ist das Wesen unserer Handelsabkommen. Mehr Absatzmärkte für unsere Unternehmen. Robustere Wertschöpfungsketten. Und ein größerer Handlungsspielraum für Europa.
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir wissen um unsere Herausforderungen. Vergessen wir aber niemals, wenn die Zeit zum Handeln gekommen ist, was unser Fundament ist. Ein Markt mit 450 Millionen Verbraucherinnen und Verbrauchern. Unternehmen von Weltrang. Hochqualifizierte Arbeitskräfte. Forschung, in der noch immer 20% der weltweiten Ausgaben für Forschung und Entwicklung getätigt werden. Umfangreiche Ersparnis. Hinzu kommt eine Stärke, die zunehmend rar wird. Rechtsstaatlichkeit. Berechenbarkeit. Solide Demokratien. Freiheit der Forschung. Die Freiheit, zu erschaffen, herauszufordern und innovativ zu sein. Das ist unsere Identität. Und das ist unsere Stärke. Um sie voll auszuschöpfen, braucht es Beharrlichkeit. Die Ihre. Und die Unsere.
Es lebe Europa. Vielen Dank.
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European Commission President Ursula von der LEYEN in Paris, France for the La REF 2026 - MEDEF
P-070351/00-05
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SPEECH/26/1765
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European Commission -
Speech
Speech by President von der Leyen at the annual conference 'La
Rencontre des Entrepreneurs de France 2026'
Paris, 27 August 2026
President of MEDEF, Patrick Martin,
Executive Vice-President, Stéphane Séjourné,
Ministers,
Members of Parliament,
Business leaders,
Ladies and Gentlemen,
'Victory belongs to the most tenacious'. This quote from Roland Garros that hangs above centre court
– our host for today – encapsulates the spirit of entrepreneurship. You need even more of this
perseverance in a world that has lost its certainties. And where the rules of the game have changed.
For a long time, the European economic model was based on a few obvious assumptions. Cheap
imported energy. Open world trade. Growing access to the Chinese market. Strategic American
protection. And Western technological progress. These have disappeared. What has also changed is
that it has become more expensive to turn our advantages into investments, production and growth.
Because your firms are facing several shocks at the same time. Higher energy prices. Fragmentation
of the single market. Certain complex rules. And competition that is not always fair. That is why, in
the short term, you need to be given back some space to invest. And, in the longer term, to make
innovation, productivity and scaling-up the sustainable drivers of European growth.
Mario Draghi paved the way. And following in his footsteps, our aim is clear: to make Europe a
continent that produces, invests and protects. To put industrial capacity back at the heart of our
action. To create the openings that companies need to invest. And to make openness a source of
strength based on reciprocity, fairness and the protection of our interests. France has had a major
influence on these changes. On our need for independence. On industrial policy. On nuclear energy.
On electrification. On artificial intelligence. All of this is France's contribution. Europe is now making
sure these choices have the necessary reach. Because none of these battles can be won by a single
country. That is why we, as Europeans, must address all the factors that determine our
competitiveness today.
Ladies and Gentlemen,
The first challenge concerns the rules and conditions for competition. European companies should not
be paying twice: first because of overly complex rules and second because of competitors that do not
have the same costs. We must therefore simplify and restore fair conditions for competition. Our
target is to reduce the administrative burden by 25% for all companies and by 35% for SMEs by
2029. The 12 Omnibus packages account for around EUR 17 billion in annual savings. Six packages
have already been agreed. They are worth EUR 6 billion in savings. But the others should now follow
rapidly. We will also be reviewing the whole body of EU law. Removing duplication. Reducing reporting
obligations. Speeding up permitting. Designing simpler rules from the outset. And this effort will only
be worthwhile if the Member States make a strong commitment against the infamous national gold-
plating. We will succeed only if we all work together at all levels.
But this requirement for simplicity must go hand in hand with a requirement for fairness on the part
of foreign competitors. This is particularly true in our relations with China. China is a key economic
partner. And our approach is clear and consistent: derisking without breaking ties. But being a partner
does not mean accepting permanent imbalances. Some Chinese companies receive as much as eighttimes more in subsidies than comparable firms in the OECD. Chinese imports into the EU have
increased by 45% in five years, while our exports to China are falling. Our trade deficit with China has
now reached nearly one billion euro a day. And, at the start of this year, it jumped another 10%. And
this year, for the first time, all Member States have a trade deficit with China. Some estimates
suggest that more than half of European industrial production is now facing competition from China.
And it is not just a question of price. China controls key links in our supply chains. We are more than
80% dependent on China for many critical raw materials, and 90% for some rare earths. We have
seen that this dependence can be used as leverage against us. We must therefore ensure that fair
conditions are respected. Dialogue with China remains necessary. But it must produce results. And
when dialogue is not enough, we must be ready to make full use of our instruments. Last year alone,
we opened more than 30 new trade defence investigations. This is almost three times more than the
historical average. The measures we have already taken are protecting more than 600 000 European
jobs. And we are stepping up investigations significantly.
We must also defend the resources our economic security depends on: critical raw materials,
batteries, semiconductors, cloud computing, data and sensitive technologies. Our market remains
open. But openness requires security, fairness, and reciprocity, ladies and gentlemen.
The second challenge concerns the financing of our economies. In Europe, there is no shortage of
technology or savings. But there is still a shortage of capacity to scale up Europe's businesses. Too
many projects stall because the initial investment is too risky, because demand is too uncertain or
because capital is too expensive. Our companies know how to get started in Europe. But they also
need to be able to grow here. Too often they go elsewhere for the funding they need. They shift their
centre of gravity. Or they get bought out. Of course, this isn't something we will finance only from the
public purse. But Europe has savings. And unfortunately, those savings are sitting idle. Today, EUR 10
trillion in household savings are kept in bank accounts. And a large share of Europe's savings is
invested outside our continent. Europe now needs to put these savings to work for its companies. This
is the goal of the 'savings and investment union'. We have tabled proposals on securitisation, on bank
and insurance investments, and on the integration and supervision of our markets. Together, these
measures could unlock up to EUR 470 billion in additional investment. We now need to reach an
agreement, before the end of the year, ideally with all 27 Member States. But if that doesn't work, if
necessary we will do it with those that are ready.
Ladies and Gentlemen,
The EU budget also needs to scale up. The next budget will be the financing arm for our
independence. With over EUR 450 billion from the European Competitiveness Fund and the Horizon
Europe programme, we will support the entire chain. From research to innovation. From laboratories
to business. And from initial prototypes to industrial production. Europe cannot set new targets unless
it has the means to fund them.
The third challenge concerns the single market. It is our greatest economic asset. But it is incomplete
for services, energy, telecommunications, finance and the digital economy. Internal barriers can have
the same effect as customs tariffs as high as 45% on goods and 110% on services. We would never
accept such tariff levels from a trading partner. And yet, we still accept them among ourselves in
Europe. This is why we must finish the work that was started over 30 years ago. I would like to
highlight one specific project: the '28th regime' and 'EU Inc'. Today, Europe's entrepreneurs must
contend with 27 legal systems and more than 60 types of company. Under EU Inc., a business could
be set up in 48 hours. For less than EUR 100. Entirely online. With no minimum capital requirement.
And under a single framework valid throughout the EU. And there you have it: 30 years after Jacques
Delors, that is how we will make good on the promise of the single market, ladies and gentlemen.
Our competition policy also needs to scale up. For the first time in over 20 years, we are conducting
an in-depth review of our rules on mergers. The purpose being to take better account of investment,
innovation, resilience and global competition, and enable our companies to grow in Europe and
become global leaders. But scaling up requires more than just tailored rules; our companies also need
markets and predictability. This is precisely the aim of the Industrial Accelerator Act. European
preference. Faster permitting for industrial projects. Lead markets for steel, cement, aluminium,
vehicles, batteries and clean technologies. And more strategic use of public procurement and State
aid. And, dear Stéphane, this Act also carries your trademark: a Europe that invests more, but also
produces more at home. That is what we need, ladies and gentlemen. Because when public funds are
committed, they must serve our priorities: low-carbon production, the resilience of our value chainsand that of European industry. In other words, giving our companies the confidence they need to
invest in Europe. Industry invests when it sees a market. It is therefore up to us to give it that
visibility.
Finally, the single market must also become a genuine skills market. Nearly two in every three SMEs
have said they cannot find the skills they need. We must invest more in training and retraining. We
must improve recognition of qualifications. And we must facilitate balanced and fair labour mobility.
That is why, in the autumn, we will present a package on fair labour mobility. It will strengthen the
European Labour Authority, propose a European Social Security Pass, and make it easier to recognise
skills and qualifications throughout the EU.
The fourth challenge is energy. Nowadays, it is the main factor limiting our competitiveness and
independence. Prices in Europe are still twice or three times higher than in the United States or China.
And more than half of the energy that we use still comes from imported fossil fuels. This dependence
is costly. Since the start of the crisis in the Middle East this dependence has already cost us over EUR
50 billion more. Without us receiving a single molecule of extra energy. For that reason, we must
produce our own low-carbon energy in Europe. Thanks to renewable energy and nuclear energy, more
than 70% of our electricity is already produced from low-carbon sources in Europe. But electricity still
accounts for just a quarter of our final energy consumption. So we must speed up the electrification of
our industry, transport and buildings. That is the whole point of the Electrification Action Plan that we
have just adopted. Because electrifying our economy means reducing our imports of fossil fuels and
strengthening our independence.
But we cannot ask our businesses to switch to electricity when it is nearly three times more expensive
than gas, on average. So we must bring down all components of electricity bills. First of all, through
more long-term contracts. To protect businesses against volatility. And guarantee them a stable price
over the long term. Second, we have to develop the grid. Last year, the European Union installed
more than 80 gigawatts of renewable capacity. But six times more capacity is still waiting to be
connected. And 10 terawatt-hours of renewable electricity have been lost due to insufficient grid or
storage capacity. That is equivalent to the annual consumption of three million households. This is
unacceptable. So we must invest faster, speed up grid connections, develop storage and make better
use of existing infrastructure. We have a lot of work ahead of us but we will do it. Because it is so
urgent to do so.
Finally, on taxation, the rule should be simple: electricity should not be taxed more than gas. And for
industry, predictability is just as important as price. That is why we have proposed modernising the
European carbon market. Our objective remains the same: net zero by 2050. But we are giving
industry the means to achieve this. We are proposing to maintain free allowances after 2030 for
businesses which invest in decarbonisation. And to reduce their bills by almost EUR 10 billion between
now and 2030. And, above all, we are upping the pace. From 2027, a new Investment Accelerator will
be able to mobilise EUR 30 billion for projects that are ready to start. And the Industrial
Decarbonisation Bank will enable more than EUR 100 billion to be deployed by 2030. Our approach is
simple: a predictable carbon signal; better protection against carbon leakage; more support for those
who invest and the time needed to transform our industry. We are not choosing between the climate
and industry. We are turning the transition into the driving force for stronger European industry.
Industry that invents here, produces here and captures the markets of the future. That is what we
need here, ladies and gentlemen.
The fifth challenge is artificial intelligence. AI is an economic and technological battle. And it is one of
the most powerful productivity levers that we have. Our strategy can be summed up in two words:
produce and deploy. Produce, first of all. Europe must control the main elements: computing power,
semi-conductors, cloud computing, data, energy and state-of-the art models. That is why we are
mobilising EUR 20 billion for artificial intelligence gigafactories. The first call resulted in 77 proposals
in 16 Member States, across 60 sites. What an impressive response! And we launched the second call
this summer. And through the Cloud and AI Development Act and the Chips Act 2.0, we are
strengthening the whole chain, from components to models. Because Europe must not depend on
other powers for the technologies that will be required to make its factories, infrastructure and
services work. But computing power is not enough. It must be converted into productivity. So we
must deploy AI throughout the economy. In our factories. Our laboratories. Our hospitals. Our energy
networks. Our transport. And our public services. Our businesses are already adopting AI at a similar
pace to their American competitors. We now need to roll it out on a large scale. Europe has theindustry. It has the researchers. It has the data. Now it must turn them into an economic advantage.
The sixth challenge is trade. In a more fragmented world, openness is a means of strength. Our trade
agreements open up markets for our businesses. They diversify our supply chains. They secure the
raw materials and components that we need. And they provide alternatives when certain partners
become less predictable. That is what economic security means: never to be dependent on one player.
Because an independent Europe is not an isolated Europe. It is a Europe that can choose. The CETA,
our trade agreement with Canada, proves it. Since 2017, French exports of goods to Canada have
increased by 45%,while French exports of services have more than doubled. This is what our trade
agreements deliver. More opportunities for our businesses. Stronger value chains. And more freedom
of action for Europe.
Ladies and Gentlemen,
We know what we are up against. But when the time comes to act, let us never forget our starting
point. A market of 450 million consumers. World-class businesses. A highly skilled workforce. A
research sector that still accounts for 20% of global expenditure on R&D. A high level of savings. And
to top all of that, an asset now rarer than before. Rule of law. Predictability. Strong democracies.
Freedom of research. The freedom to create, contest and innovate. That is our identity. And that is
our strength. To unleash it fully, tenacity will be needed. Yours. And ours.
Long live Europe. Thank you.
SPEECH/26/1765
Press contacts:
Paula PINHO (+32 2 29 20815)
Arianna PODESTA (+32 2 298 70 24)
Olof GILL (+32 2 29 65966)
General public inquiries: Europe Direct by phone 00 800 67 89 10 11 or by email
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Participation of Ursula von der Leyen, President of the European Commission, in the annual conference La Rencontre des
Entrepreneurs de France 2026, in Paris
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2.9.2026
DAS ORIGINAL / THE ORIGINAL / EN FRANCAIS
https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/fr/speech_26_1765
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Discours de la présidente : La Rencontre des Entrepreneurs de France 2026 »
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Discours 27 août 2026 Paris 13 min de lecture
Discours de la présidente von der Leyen lors de la conférence annuelle « La Rencontre des Entrepreneurs de France 2026 »
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Monsieur le Président du MEDEF, cher Patrick Martin,
Monsieur le Vice-président exécutif, cher Stéphane Séjourné,
Mesdames et Messieurs les Ministres,
Mesdames et Messieurs les Parlementaires,
Mesdames et Messieurs les chefs d'entreprise,
Mesdames et Messieurs,
« La victoire appartient au plus opiniâtre ». Cette phrase de Roland Garros qui surplombe le court central qui nous accueille, c'est l'esprit des entrepreneurs. Et cette persévérance, il vous en faut encore davantage dans un monde qui a perdu ses certitudes. Et dont les règles du jeu ont changé. Pendant longtemps, le modèle économique européen s'est appuyé sur quelques évidences. Une énergie importée et bon marché. Un commerce mondial ouvert. Un accès croissant au marché chinois. Une protection américaine stratégique. Et une avance technologique occidentale. Ces évidences ont disparu. Ce qui a aussi changé, c'est qu'il est devenu plus coûteux de transformer nos atouts en investissements, en production et en croissance. Parce que vos entreprises font face à plusieurs chocs en même temps. Une énergie plus chère. La fragmentation du Marché unique. La complexité de certaines règles. Et une concurrence qui n'est pas toujours loyale. Et c'est pourquoi, à court terme, il faut vous redonner des marges pour investir. Et à plus long terme, faire de l'innovation, de la productivité et du changement d'échelle les moteurs durables de la croissance européenne.
Mario Draghi a tracé la voie. Dans son sillage, notre ambition est claire : faire de l'Europe un continent qui produit, investit et protège. Pour replacer la capacité industrielle au cœur de notre action. Pour créer les débouchés dont les entreprises ont besoin pour investir. Et pour faire de l'ouverture un choix de puissance, fondé sur la réciprocité, l'équité et la protection de nos intérêts. La France a largement contribué à cette évolution. Sur notre besoin d'indépendance. Sur la politique industrielle. Sur le nucléaire. Sur l'électrification. Sur l'intelligence artificielle. Tout cela est la contribution de la France. L'Europe donne aujourd'hui à ces choix, l'échelle dont ils ont besoin. Car aucune de ces batailles ne peut être gagnée par un pays seul. Et c'est pourquoi nous devons agir, comme Européens, sur l'ensemble des leviers qui décident aujourd'hui de notre compétitivité.
Mesdames et Messieurs,
Le premier chantier est celui des règles et des conditions de concurrence. Les entreprises européennes ne doivent pas payer deux fois : une première fois à cause de règles trop complexes ; et une seconde fois à cause d'une concurrence qui ne supporte pas les mêmes coûts. Nous devons donc simplifier et rétablir des conditions de concurrence équitables. Notre objectif est de réduire les charges administratives de 25 % pour l'ensemble des entreprises et de 35 % pour les PME d'ici à 2029. Les douze paquets Omnibus représentent environ 17 milliards d'euros d'économies par an. Six paquets ont déjà fait l'objet d'un accord. Ils représentent 6 milliards d'euros d'économies. Mais les autres doivent suivre rapidement maintenant. Nous allons aussi passer en revue l'ensemble de l'acquis européen. Supprimer les doublons. Réduire les obligations de déclaration. Accélérer les autorisations. Concevoir des règles plus simples dès le départ. Et cet effort n'aura de sens que si les États membres s'engagent résolument contre la surtransposition nationale. Le fameux « gold-plating ». On ne réussira que si on travaille tous ensemble à tous les niveaux.
Mais cette exigence de simplicité doit aller de pair avec une exigence d'équité face à la concurrence étrangère. C'est particulièrement vrai dans notre relation avec la Chine. La Chine est un partenaire économique majeur. Et notre ligne est claire et constante : réduire les risques, pas rompre les liens. Mais être partenaire ne signifie pas accepter des déséquilibres permanents. Les entreprises chinoises peuvent recevoir jusqu'à huit fois plus de subventions que les entreprises comparables dans les pays de l'OCDE. Les importations européennes en provenance de Chine ont progressé de 45 % en cinq ans, pendant que nos exportations vers la Chine diminuent. Notre déficit commercial avec la Chine atteint désormais près d'un milliard d'euros par jour. Et il a encore progressé de 10 % au début de cette année. Et cette année et pour la première fois, tous les États membres sont en déficit. Certaines estimations indiquent que plus de la moitié de la production industrielle européenne est désormais exposée à la concurrence chinoise. Et ce n'est pas seulement une question de prix. La Chine contrôle des maillons essentiels de nos chaînes d'approvisionnement. Notre dépendance dépasse 80 % pour de nombreuses matières premières critiques, et 90 % pour certaines terres rares. Nous avons vu que ces dépendances pouvaient être utilisées comme un moyen de pression. Nous devons donc faire respecter des conditions équitables. Le dialogue avec la Chine reste nécessaire. Mais il doit produire des résultats. Et lorsque le dialogue ne suffit pas, nous devons être prêts à utiliser pleinement nos instruments. Rien que l'an dernier, nous avons ouvert plus de 30 nouvelles enquêtes de défense commerciale. C'est presque trois fois plus que la moyenne historique. Les mesures que nous avons déjà prises protègent plus de 600 mille emplois européens. Et nous accélérons significativement les enquêtes.
Nous devons également défendre les capacités dont dépend notre sécurité économique : les matières premières critiques, les batteries, les semi-conducteurs, le cloud, les données et les technologies sensibles. Notre marché reste ouvert. Mais l'ouverture suppose la sécurité, l'équité et la réciprocité, Mesdames et Messieurs.
Le deuxième chantier est celui du financement de nos économies. L'Europe ne manque ni de technologies ni d'épargne. Ce qui lui manque encore, c'est la capacité à faire grandir ses entreprises. Trop de projets restent bloqués parce que le premier investissement est trop risqué, la demande trop incertaine ou le capital trop cher. Nos entreprises savent naître en Europe. Mais elles doivent aussi pouvoir y grandir. Trop souvent, elles vont chercher ailleurs les financements qui leur manquent. Elles déplacent leur centre de gravité. Ou elles sont rachetées. Bien sûr, nous ne financerons pas cet effort seulement avec les budgets publics. Mais l'Europe a de l'épargne. Malheureusement, cette épargne est paresseuse. 10 mille milliards d'euros d'épargne des ménages restent aujourd'hui sur des dépôts bancaires. Et une importante partie de l'épargne européenne est investie hors de notre continent. L'Europe doit maintenant la mettre au service de ses entreprises. C'est cela le but de « l'Union de l'épargne et des investissements ». Nous avons mis les propositions sur la table : sur la titrisation, sur les investissements des banques et des assurances, sur l'intégration de nos marchés et de leur supervision. Ensemble, elles peuvent libérer jusqu'à 470 milliards d'euros d'investissements supplémentaires. Il faut maintenant trouver un accord avant la fin de l'année. À 27 États membres, de préférence. Mais si cela ne marche pas, avec ceux qui sont prêts, si nécessaire, on va faire cela.
Mesdames et Messieurs,
Le budget européen doit lui aussi changer d'échelle. Le prochain budget sera le bras financier de notre indépendance. Avec plus de 450 milliards d'euros du 'Fonds européen pour la compétitivité' et du programme Horizon Europe, nous soutiendrons toute la chaîne. De la recherche à l'innovation. Du laboratoire à l'entreprise. Du premier prototype à la production industrielle. L'Europe ne peut pas afficher de nouvelles ambitions sans se donner les moyens de les financer.
Le troisième chantier est celui du Marché unique. Il constitue notre premier atout économique. Mais il reste inachevé dans les services, l'énergie, les télécommunications, la finance et le numérique. les obstacles internes peuvent représenter l'équivalent de droits de douane allant jusqu'à 45 % pour les biens et 110 % pour les services. Ce sont des niveaux que nous n'accepterions jamais de la part d'un partenaire commercial. Pourtant, nous les tolérons encore entre Européens. Nous devons donc achever le travail engagé il y a plus de 30 ans. Et je veux insister sur un projet en particulier : C'est le 28e régime et son EU Inc. Aujourd'hui, un entrepreneur européen doit composer avec 27 systèmes juridiques et plus de 60 formes de sociétés. Avec EU Inc., une entreprise pourra être créée en 48 heures. Pour moins de 100 euros. Entièrement en ligne. Sans capital minimum. Et selon un cadre unique, valable dans toute l'Union. Et voilà – 30 ans après Jacques Delors, c'est ainsi que nous tiendrons la promesse du Marché unique, Mesdames et Messieurs.
Notre politique de concurrence doit, elle aussi, changer d'échelle. Pour la première fois depuis plus de 20 ans, nous revoyons en profondeur nos règles sur les concentrations. Pour mieux prendre en compte l'investissement, l'innovation, la résilience et la concurrence mondiale. Et pour permettre à nos entreprises de grandir en Europe et devenir des leaders mondiaux. Mais pour changer d'échelle, des règles adaptées ne suffisent pas. Nos entreprises ont aussi besoin de marchés et de prévisibilité. C'est tout l'objectif de « l'Acte pour l'accélération industrielle ». Une préférence européenne. Des autorisations plus rapides pour les projets industriels. Des marchés pilotes pour l'acier, le ciment, l'aluminium, les véhicules, les batteries et les technologies propres. Et une utilisation plus stratégique de la commande publique et des aides publiques. Et, cher Stéphane, cet Acte porte aussi ta marque : une Europe qui investit davantage, mais qui produit aussi davantage chez elle. C'est cela ce qui nous faut, Mesdames et Messieurs. Car lorsque l'argent public est engagé, il doit servir nos priorités : la production bas-carbone, la résilience de nos chaînes de valeur et celle de l'industrie européenne. C'est donner à nos entreprises la confiance nécessaire pour investir en Europe. L'industrie investit lorsqu'elle voit un marché. Alors c'est à nous de lui donner cette visibilité.
Enfin, le Marché unique doit aussi devenir un véritable marché des compétences. Près de deux PME sur trois déclarent ne pas trouver les compétences dont elles ont besoin. Nous devons investir davantage dans la formation et la reconversion. Mieux reconnaître les qualifications. Faciliter une mobilité du travail équilibrée et juste. C'est pourquoi à l'automne, nous présenterons un paquet sur la mobilité équitable du travail. Il renforcera « l'Autorité européenne du travail ». Il proposera un passeport européen de sécurité sociale. Et il facilitera la reconnaissance des compétences et des qualifications dans toute l'Union.
Le quatrième chantier est celui de l'énergie. C'est aujourd'hui le premier frein à notre compétitivité et à notre indépendance. Les prix européens demeurent deux à trois fois plus élevés qu'aux États-Unis et en Chine. Et plus de la moitié de l'énergie que nous consommons dépend encore des énergies fossiles importées. C'est une dépendance coûteuse. Depuis le début de la crise au Moyen-Orient, cette dépendance nous a déjà coûté plus de 50 milliards d'euros supplémentaires. Sans recevoir une seule molécule d'énergie en plus. Donc, nous devons produire notre propre énergie bas-carbone en Europe. Grâce aux énergies renouvelables et grâce à l'énergie nucléaire, plus de 70 % de notre électricité est déjà produite à partir de sources bas-carbone en Europe. Mais l'électricité ne représente encore qu'un quart de notre consommation finale d'énergie. Nous devons donc électrifier plus rapidement l'industrie, les transports et les bâtiments. C'est tout l'objectif du « plan d'action pour l'électrification » que nous venons d'adopter. Car électrifier notre économie, c'est réduire nos importations fossiles et renforcer notre indépendance.
Mais nous ne pouvons pas demander à nos entreprises de passer à l'électricité lorsque celle-ci leur coûte, en moyenne, près de trois fois plus cher que le gaz. Nous devons donc faire baisser la facture, ligne après ligne. D'abord, avec davantage de contrats de long terme. Pour protéger les entreprises contre la volatilité. Et leur garantir un prix stable dans la durée. Ensuite, nous devons développer les réseaux. L'an dernier, l'Union a installé plus de 80 gigawatts de capacités renouvelables. Mais une capacité six fois supérieure attend encore d'être raccordée. Et 10 térawattheures d'électricité renouvelable ont été perdus faute de réseaux ou de stockage. C'est l'équivalent de la consommation annuelle de trois millions de foyers. Cela ne va pas. Nous devons donc : investir plus vite. Accélérer les raccordements. Développer le stockage. Et mieux utiliser les infrastructures existantes. Il y a beaucoup de travail devant nous mais nous allons le faire. Parce que c'est tellement urgent de faire cela.
Enfin, sur la fiscalité, la règle devrait être simple : l'électricité ne devrait pas être plus taxée que le gaz. Et pour l'industrie, la prévisibilité compte autant que le prix. C'est pourquoi nous avons proposé de moderniser le marché carbone européen. Notre objectif reste le même : la neutralité carbone d'ici à 2050. Mais nous donnons à l'industrie les moyens de l'atteindre. Nous proposons de maintenir les quotas gratuits après 2030 pour les entreprises qui investissent ici dans la décarbonation. Et d'alléger leur facture de près de 10 milliards d'euros d'ici à 2030. Et surtout, nous accélérons. Dès 2027, un nouvel accélérateur d'investissement pourra mobiliser 30 milliards d'euros pour les projets prêt à démarrer. Et avec la Banque de décarbonation industrielle, plus de 100 milliards d'euros pourront être mobilisés avant 2030. Notre ligne est simple : un signal carbone prévisible ; une meilleure protection contre les fuites de carbone ; plus de soutien pour ceux qui investissent et le temps nécessaire pour transformer notre industrie. Nous ne choisissons pas entre le climat et l'industrie. Nous faisons de la transition le moteur d'une industrie européenne plus forte. Une industrie qui invente ici, produit ici, et conquiert les marchés de demain. C'est ce qu'il nous faut ici, Mesdames et Messieurs.
Le cinquième chantier est celui de l'intelligence artificielle. L'intelligence artificielle est une bataille économique et technologique. Et c'est l'un des plus puissants leviers de productivité dont nous disposons. Notre stratégie tient en deux mots : produire et diffuser. Produire, d'abord. L'Europe doit maîtriser les capacités essentielles : la puissance de calcul, les semi-conducteurs, le cloud, les données, l'énergie et les modèles de pointe. C'est pourquoi nous mobilisons 20 milliards d'euros pour les gigafabriques d'intelligence artificielle. Le premier appel a suscité 77 propositions dans 16 États membres, sur 60 sites. Quelle réponse impressionnante ! Et nous avons lancé le deuxième appel cet été. Et avec le Cloud and AI Development Act et le Chips Act 2, nous renforçons toute la chaîne, des composants aux modèles. Car l'Europe ne peut pas dépendre d'autres puissances pour les technologies qui feront tourner ses usines, ses infrastructures et ses services. Mais la puissance de calcul ne suffit pas. Elle doit devenir de la productivité. Nous devons donc diffuser l'intelligence artificielle dans toute l'économie. Dans nos usines. Nos laboratoires. Nos hôpitaux. Nos réseaux énergétiques. Nos transports. Et nos services publics. Nos entreprises adoptent déjà l'intelligence artificielle à un rythme comparable à celui de leurs concurrentes américaines. Il faut maintenant la déployer, à grande échelle. L'Europe a l'industrie. Elle a les chercheurs. Elle a les données. Elle doit maintenant en faire un avantage économique.
Le sixième chantier est celui du commerce. Dans un monde plus fragmenté, l'ouverture est un instrument de puissance. Nos accords commerciaux ouvrent des marchés à nos entreprises. Ils diversifient nos approvisionnements. Ils sécurisent les matières premières et les composants dont nous avons besoin. Et ils donnent des alternatives lorsque certains partenaires deviennent moins prévisibles. C'est cela, la sécurité économique : ne jamais dépendre d'un seul. Car une Europe indépendante n'est pas une Europe isolée. C'est une Europe qui a le choix. Le CETA, notre accord commercial avec le Canada, en apporte la preuve. Depuis 2017, les exportations françaises de biens vers le Canada ont progressé de 45 %. Celles de services ont plus que doublé. Voici ce que sont nos accords commerciaux. Plus de débouchés pour nos entreprises. Des chaînes de valeur plus solides. Et davantage de liberté d'action pour l'Europe.
Mesdames et Messieurs,
Nous connaissons nos défis. Mais au moment d'agir, n'oublions jamais d'où nous partons. Un marché de 450 millions de consommateurs. Des entreprises de rang mondial. Une main-d'œuvre hautement qualifiée. Une recherche qui représente encore 20% des dépenses mondiales de recherche et développement. Une épargne abondante. Et à cela s'ajoute une force devenue plus rare. L'État de droit. La prévisibilité. Des démocraties solides. La liberté de la recherche. La liberté de créer, de contester et d'innover. C'est cela notre identité. Et c'est cela notre force. Pour la mettre pleinement en mouvement, il faudra de l'opiniâtreté. La vôtre. Et la nôtre.
Vive l'Europe. Je vous remercie.
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European Commission President Ursula von der LEYEN in Paris, France for the La REF 2026 - MEDEF
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