10.6.2026
Radio Scherbenhaufen hat Hochkonjunktur
Vorab der Kommentar zum Kommentar:
https://x.com/maxmannhart/status/2064299685825720586
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Max Mannhart @maxmannhart
🔴 Mario Voigt hat eine Gedenkrede zur Befreiung von Buchenwald gehalten, deren Text KI generiert war. Er sagte u.a. über die Überlebenden von Auschwitz: ,,Ihre Augen waren leer und zugleich unendlich tief". Absolut unfassbar.
Recherchen von ,,Frag den Staat" zeigen, dass Reden des Ministerpräsidenten großflächig KI generiert sind.
Die KI halluzinierte zudem drei erfundene Zitate in einem Gastbeitrag von Voigt in der FAZ, der ausgerechnet vor den Gefahren der Digitalisierung für die Bildung warnen wollte.
Ein deutscher Politiker, der es für angemessen hält, über die Augen von Auschwitz-Überlebenden billige KI-Prosa zu referieren, muss zurücktreten. Wer nicht mal im Angesicht des Holocausts zu einem menschlichen Gedanken fähig ist, hat in der Politik nichts verloren. Eine beispiellose Geringschätzung des Wählers (und eigentlich des Menschen an sich).
https://apollo-news.net/mario-voigt-liess-weitere-offizielle-texte-mit-ki-verfassen-selbst-eine-holocaust-gedenkrede-2/
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(https://pbs.twimg.com/media/HKXdnxsWgAA7LxT?format=jpg&name=900x900)
https://pbs.twimg.com/media/HKXdnxsWgAA7LxT?format=jpg&name=900x900
12:52 PM · Jun 9, 2026
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Satiriker beklagen schon lange, daß sie kaum noch Satire schreiben können, weil die Politik sie jeden Tag auf's neue überholt.
Now fasten your seat-belts - and take a dive in the state of the art of German politics...
Hold my beer!
https://apollo-news.net/mario-voigt-liess-weitere-offizielle-texte-mit-ki-verfassen-selbst-eine-holocaust-gedenkrede-2/
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09.06.2026 • 137
Buchenwald
Reden von Mario Voigt großflächig KI-generiert – selbst eine Holocaust-Gedenkrede
Mario Voigt hat nicht nur einen Welt-Gastbeitrag mit KI-verfasst. Etliche weitere Reden und Artikel weisen eindeutige Merkmale von Texten auf, die mit ChatGPT oder einem ähnlichen Dienst verfasst wurden. Auch erfundene Zitate wurden verwendet.
Von Redaktion
Der Thüringer Ministerpräsident scheint regelmäßig und unkritisch KI-Tools für seine Texte zu nutzen. (IMAGO/STAR-MEDIA)
Mario Voigt hat offenbar nicht nur einen sonderbar formulierten Gastbeitrag in der Welt (Apollo News berichtete) mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz und einem Textgenerator wie ChatGPT verfassen lassen. Auch weitere Texte und Reden des Thüringer Ministerpräsidenten weisen typische Merkmale eines mit KI erzeugten Textes auf – selbst seine Rede zum Holocaust-Gedenktag 2025, berichtet die Plattform ,,Frag den Staat". Insgesamt soll es um ein gutes Dutzend Reden und Artikel gehen.
Auf Anfrage von ,,Frag den Staat" bestritt die Thüringer Staatskanzlei den Vorwurf nicht. KI-Systeme würden ,,unterstützend bei der Erstellung von Reden, Texten und Beiträgen eingesetzt", erklärte eine Sprecherin. Ähnlich hatte sich Voigts Regierungszentrale auch schon geäußert, nachdem die Nutzung von KI in dem Welt-Gastbeitrag aufgeflogen war.
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,,Auschwitz war nicht das Werk eines erfundenen Ungeheuers. Es war das Werk von Menschen, die dachten, dass ihr Handeln im Einklang mit einem höheren Ziel stehe", ist eine der KI-typischen Gegenüberstellungen in der Rede zum Holocaust-Gedenktag. Über die Überlebenden sagte Voigt: ,,Ihre Augen waren leer und zugleich unendlich tief" – ein Sprachbild, das sich nicht unmittelbar erschließt.
Neben der kuriosen Sprache geht es auch um mehrere frei erfundene Zitate – sogenannte ,,Halluzinationen" der KI-Texterzeugungsprogramme. In einem Artikel, der unter Voigts Namen in der FAZ erschien, werden mehrere Aussagen den bekannten Wissenschaftlern Manfred Spitzer, Gerald Hüther und Jonathan Haidt zugeschrieben. Keines der Zitate ließ sich von ,,Frag den Staat" verifizieren; Manfred Spitzer dementierte auf Anfrage sogar, den Satz so geschrieben zu haben.
Voigt selbst sah in seiner Nutzung von ChatGPT oder einem vergleichbaren Dienst kürzlich sogar einen ,,Qualitätsbeweis" für moderne Thüringer Politik, berichtete inSuedthueringen.de. Er steht außerdem wegen der Aberkennung seines Doktortitels aufgrund von Plagiaten unter Druck. Dagegen geht der Ministerpräsident juristisch vor.
mb
© 2023 - 2026 Apollo News
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Mir bleibt als Archivar nur die Pflicht, Buchstabe für Buchstabe so zu erhalten. Das glaubt uns sonst Niemand.
Eines könnte man zu Mario Voigt aber sagen:
Die Halluzinationen sind nicht von ihm, die seinen sind es aber doch...
11.6.2025
'So einer würde bei uns nicht an der Rezeption vorbeikommen!'
In der Causa "Elektronen-Soufflet versus [mir fällt jetzt nix ein]" des politischen Theaters an der Ost-West-Front ist das Publikum entsetzt über die Qualität der Darbietungen.
Daß personelle Änderungen von Statisten so viel Aufmerksamkeit erregen, könnte den Spielplan der Auto-Laudatio-Truppe gefährden.
We, The Public, are not amused.
https://x.com/UlrichVosgerau/status/2064950338864418842
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Ulrich Vosgerau @UlrichVosgerau
Ja, wie gern würde man – als letztlich harmoniebedürftiger Mensch – sagen: Politiker sind eben auch nur Menschen wie Du und ich! Aber, ernsthaft, ich habe keineswegs das Gefühl, daß Mario Voigt ein Mensch ist "wie Du und ich". Es ist, zugegeben, ein heikles Thema: natürlich will niemand das Demokratieprinzip, also die Legitimation "von unten nach oben" in Frage stellen. Und natürlich: Politiker werden durch ihre Wahl legitimiert, nicht, wie Beamte, durch entsprechende Beförderung infolge ihrer Eignung. Deswegen konnten Josef Martin Fischer und Annalena Baerbock (nur rein zufällig beides Grüne!) jeweils Außenminister werden – obwohl sie niemals eine Chance gehabt hätten, beim Auswärtigen Amt auch nur Kraftfahrer, geschweige denn Hilfssekretär zu werden. Oberster Chef aller Diplomaten ging aber. Demokratie!
Aber niemand, der für das Offensichtliche nicht blind ist, könnte verkennen, daß das politische System in der Bundesrepublik, so, wie es sich eben mittlerweile entwickelt hat, offenbar eine systematische Negativauslese fördert, bewirkt und betreibt. "Die Herrschaft der Minderwertigen" hieß das berühmte Buch des rechtskonservativen Widerständlers Edgar Julius Jung – die Nazis haben ihn 1934 ermordet, als ihnen schwante, wen er mit den "Minderwertigen" eigentlich gemeint hatte...
Mein Vater, hätte er Mario Voigt – bis vor ein paar Monaten firmierte er bekanntlich noch als "Professor" – noch gekannt, hätte vermutlich gesagt: "So einer würde bei uns nicht an der Rezeption vorbeikommen!". Muß er aber eben auch nicht – schließlich kann er Ministerpräsident von Thüringen werden, er wird dort höher besoldet als ein Vier-Sterne-General oder ein Max-Planck-Direktor.
In Deutschland stimmt etwas ganz fundamental nicht.
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(https://pbs.twimg.com/media/HKgtYXFW4AEJCll?format=jpg&name=900x900)
https://pbs.twimg.com/media/HKgtYXFW4AEJCll?format=jpg&name=900x900
7:58 AM · Jun 11, 2026
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real Steph @Metapulse22
Es liegt am Parteiensystem und am Listenwahlverfahren. Beides in der Demokratietheorie nicht, bzw. nicht zwingend vorgesehen und in Deutschland zum existentiellen Problem kulminiert.
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Relevant people
Ulrich Vosgerau
@UlrichVosgerau
Staatsrechtslehrer, Autor, Rechtsanwalt
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